Terminkalender

KatenJazz - Jo Schumacher und Torsten Zwingenberger
Montag, 30. September 2019, 20:00

jo schumacher und torsten zwingenberger
KatenJazz
Mo. 30 September 2019 um 20 00 Uhr

Jo Schumacher, piano
Nach 7 Jahren klassischen Klavierunterrichts am Bremer Konservatorium und einem Begleiterpreis in „Jugend musiziert“ brachten ihn mit 14 Jahren eine Count Basie Doppel-LP mit alten Aufnahmen, die er von seinem Vater geschenkt bekam, zum Jazz.
Jahrelang spielte er Klavier in der Big Band der Jugend-Volks- und Musikschule Bremen.
Zwei Jahre später brachten ihn eine Radiosendung und ein Konzert von Axel Zwingenberger zum Blues und Boogie-Woogie. Als Solopianist und Begleiter hat er inzwischen viele Konzerte gegeben, auch im Ausland. Den Autor Julius Becke begleitete er bei seinen Lesungen („Really the Blues“ – eine Jugend 1927-1948) am Piano. Für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 entwickelte er zusammen mit anderen das Konzept eines Boogie-Woogie-Gottesdienstes.
Jo liebt die Klangschönheit ausgefeilter Harmonien, vor allem bei den Blues. Aber ebenso sehr liegen ihm die groovenden Boogies am Herzen, die die Zuhörer zum Mitswingen und Mitgehen einladen.
In der klassischen Blues- und Boogie Woogie Tradition der 1930er und 40er Jahre verwurzelt, gehört er zu den Mitbegründern des „Pinetop Awards“, des einzigen deutschen Boogie Woogie-Preises, der nach dem Urvater des Boogiepianos Clarence „Pinetop“ Smith (1904-1929) benannt wurde. Seit 2009 wird der „Pinetop Award“ im Abstand von 2 Jahren in verschiedenen Kategorien im Rahmen einer Gala in Bremen verliehen.
Jos Repertoire umfasst sowohl genretypische Eigenkompositionen, als auch traditionelle Klassiker, in denen immer wieder die reiche Formen- und Ausdrucksvielfalt des Swing-Boogie-Woogies aufleuchtet.
2018 brachte er zusammen mit Torsten Zwingenberger die CD „Fresh!“ heraus.

Torsten Zwingenberger, drums &percussion
Torsten Zwingenberger wuchs in Hamburg auf und verdiente seine ersten musikalischen Meriten als Waschbrettspieler. Mit 15 Jahren begann er Schlagzeug zu spielen. Anfangs konzentrierte er sich auf den New Orleans Jazz, und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Allrounddrummer des Modern Jazz. Er lebt in Berlin und Hamburg.
Dem breiten Publikum wurde er Ende der 1970er Jahre als Begleiter von Rhythm-and-Blues- und Boogie-Woogie-Musikern bekannt, u. a. mit verschiedenen Plattenproduktionen, z. B. mit seinem Bruder, dem Boogie-Woogie-Pianisten Axel Zwingenberger und dem Sänger Big Joe Turner.
1981 veröffentlichte Zwingenberger sein erstes Jazzalbum. 1983 begann er selbst, Tonträger zu produzieren, die seine Arbeit und Entwicklung als Jazztrommler dokumentieren: wie z. B. mit Buddy Tate (1983), Harry „Sweets“ Edison (1986) und Plas Johnson (1989). Auf zahlreichen Konzerten und Tourneen spielte er außerdem mit Musikern wie Joe Pass, Jay McShann, Buddy DeFranco, Benny Bailey, Joe Newman, Ray Bryant, Leo Wright, Champion Jack Dupree, Charlie Musselwhite, Katie Webster oder Red Holloway. 1992 trat Zwingenberger als bis dahin einziger deutscher Jazzmusiker bei einem Konzert aus der Reihe „Highlights in Jazz“ in New York City auf, wo er mit den Trompetern Jon Faddis und Doc Cheatham und dem Gitarristen Peter Bernstein spielte.
Zusammen mit seinem Bruder Axel Zwingenberger unternahm er Konzertreisen in Europa sowie in Nord-, West- und Zentralafrika und im Nahen Osten. Von 2001 bis 2006 war Zwingenberger Schlagzeuger und Manager von „Lyambiko“ mit Auftritten in Deutschland, den USA, Frankreich, Schweiz, Österreich, Polen und Tschechien; er produzierte mit dieser Band vier erfolgreiche CD-Alben. Seitdem tritt er mit unterschiedlichen Jazzformationen auf, z. B. mit seinem Quartett „BERLIN 21“ (Tim Seier (guit), Lionel Haas (p), Martin Lillich (basselo)) und mit den „New Orleans Shakers“ (Thomas l’Etienne (cl/sax/voc), Jan-Hendrik Ehlers (p), Oliver Karstens (b)). Weiterhin tritt er mit seinem Bruder Axel in der Formation als „Boogie-Woogie-Brothers“ sowie in anderen Projekten, etwa mit Jan Luley oder Georg Schroeter und Marc Breitfelder auf.
Zwingenberger entwickelte eine sehr virtuose und anspruchsvolle Schlagzeugtechnik, die er „Drumming 5.1“ nennt: Er spielt mit mindestens fünf Fußmaschinen – zeitweise simultan, da er auch die Fersen einsetzt. Beidhändig spielt er „open-handed“ und gebraucht bei den Trommelstöcken beide Enden mit der „Twineffekt-Technik“, die extrem schnelle Schlagfolgen ermöglicht. Dazu werden unterschiedliche Percussioninstrumente angeschlagen und so verschiedene miteinander engmaschig verflochtene Rhythmuslinien erzeugt.

Karten – im Vorverkauf 15 Euro inkl. Platzreservierung – erhalten Sie im KatenLaden/KatenCafé

Ort KunstKate, Eulenkrugstraße 60-64
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