Terminkalender

Vortrag "Eiderenten in der deutschen Nord- und Ostsee"
Donnerstag, 21. Februar 2019, 19:30

Vortrag zum Seevogel des Jahres 2019: „Eiderenten in der deutschen Nord- und Ostsee - Bestandsentwicklung, Raumnutzung und Konflikte mit menschlichen Aktivitäten“ von Dr. Nele Markones und M. Sc. & Dipl.-Pol. Katharina Fließbach im Haus der Natur in Ahrensburg

Am 21.02.2019 um 19.30 Uhr lädt der Verein Jordsand herzlich zum Vortrag über den Seevogel des Jahres 2019 ein: „Eiderenten in der deutschen Nord- und Ostsee - Bestandsentwicklung, Raumnutzung und Konflikte mit menschlichen Aktivitäten“ von Dr. Nele Markones und M. Sc. & Dipl.-Pol. Katharina Fließbach, FTZ, Universität Kiel.
Wenn Sie von Eiderenten hören, denken Sie an Ihr kuscheliges warmes Bett? Dabei sind diese Tiere mehr als nur die Produzenten der weichen Eiderdaunen. Dank ihres warmen Gefieders sind unsere größten Enten bestens gerüstet für den rauen marinen Lebensraum, in dem sie sich als einzige Entenvögel der Nordhalbkugel das ganze Jahr über aufhalten. Als echte Seevögel ernähren sie sich überwiegend von „Seafood“, vor allem hartschaligen Weichtieren wie Muscheln und Schnecken, die im Ganzen verschluckt und im starken Muskelmagen aufgebrochen werden. Die Weibchen legen eine lange Fastenzeit ein, während sie ihre Gelege bebrüten. Deshalb sind sie nach der Bebrütungsphase reichlich ausgelaugt und erleichtern sich die Kükenaufzucht durch Teamarbeit – zusammen mit anderen Müttern bilden sie größere Kindergärten. Seit Beginn der 2000er Jahre wurden starke Rückgänge sowohl der Brut- als auch der Wintervorkommen im gesamten Verbreitungsgebiet der Eiderente beobachtet. Deshalb wurde die Eiderente sowohl auf der Roten Liste der Ostsee als auch der europäischen Roten Liste als gefährdet eingestuft. In den letzten Jahren hat sich das Wintervorkommen der größten Eiderentenpopulation der Welt immer mehr auf die deutschen Seegebiete konzentriert.

M. Sc. & Dipl.-Pol. Katharina Fließbach und Dr. Nele Markones von der Universität Kiel berichten aus aktuellen Monitoring- und Forschungsprojekten zum Status der Eiderenten in ihrem wichtigsten europäischen Überwinterungsgebiet. Anhand von langjährigen Datenreihen zum Vorkommen auf See berichten sie über Verteilungsmuster, Bestandsentwicklung und Konflikte mit menschlichen Aktivitäten und kombinieren diese Erkenntnisse mit telemetrischen Untersuchungen nach aktuellstem Stand der Technik. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Der Verein Jordsand freut sich über Spenden.

Ort Haus der Natur, Bornkampsweg 35
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