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An der idyllisch gelegenen Wohnsiedlung „An der Rahlau“ befand sich vor 75 Jahren eines der Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme. Mehr als fünfhundert Frauen mussten hier von Juni 1944 bis Ende April 1945 Gasmasken für die Lübecker Drägerwerk AG herstellen. Noch im März 1945 führte die Drägerwerk AG an den Frauen dieses KZ Versuche in Luftschutzbunkern durch, in denen erforscht werden sollte, wie lange Menschen in einem gasdichten Luftschutzraum ohne Belüftungsanlage überleben können.

Seit vielen Jahren wird der Opfer des Konzentrationsaußenlagers Hamburg-Wandsbek am 29. August gedacht. Es ist der Tag, an dem Raja Ilinauk „zur Abschreckung“ für die anderen Häftlinge auf dem Lagergelände öffentlich erhängt wurde. Die Schutzstaffel (SS) hatte es als Sabotage angesehen, als Raja Ilinauk vor Müdigkeit und Erschöpfung eine schwere Gussform heruntergefallen war.

Erst seit neun Jahren besteht an diesem Ort eine der Öffentlichkeit zugängliche Gedenkstätte zur Erinnerung an die Geschichte des KZ-Außenlagers Hamburg-Wandsbek und das Leiden der dort inhaftierten Frauen.

Die Veranstaltung wird eröffnet vom Vorsitzenden der Bezirksversammlung Wandsbek, Peter Pape, am

                       

Donnerstag, dem 29. August 2019, um 18.00 Uhr

an der KZ-Gedenkstätte Wandsbek,

Ahrensburger Straße 162

22045 Hamburg.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Eine Rose zum Niederlegen kann mitgebracht werden.

Der Buchautor Stefan Romey wird eine Rede zum Thema „KZ-Häftlinge als Versuchskaninchen für den Gasschutz“ halten.

Die gemeinsame Veranstaltung der Bezirksversammlung Wandsbek, des Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. wird musikalisch vom Posaunenchor der Kirchengemeinde Hinschenfelde begleitet.

 

Anfahrt: U1 Wandsbek Markt, Bus M9, Zugang über Nordmarkstraße oder von der Ahrensburger Straße über den Parkplatz von Mc Donald´s.

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