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Zehn Jahre nach Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention setzt sich die rot-grüne Koalition in Wandsbek dafür ein, dass Menschen mit Einschränkungen auch bei Behördengängen möglichst ohne Barrieren teilhaben können. Wandsbek hat mit vielen Einzelmaßnahmen wie dem barrierefreien Umbau des Bürgersaals und der Übersetzung von wichtigen Broschüren in leichte Sprache wichtige Projekte bereits angeschoben. Mit einem inklusiven Leit- und Orientierungssystem soll es Seh- und Hörgeschädigten sowie Menschen mit schlechten Lesekompetenzen erleichtert werden, Behördengänge wahrzunehmen.

 

Dennis Paustian-Döscher, Mitglied der Fraktion der GRÜNEN in der Bezirksversammlung Wandsbek: „In einem ersten Schritt wollen wir das Standesamt im Bezirksamt Wandsbek, als den von den BürgerInnen am häufigsten frequentierten Bereich, umgestalten. Tastbare Türschilder und Piktogramme erleichtern es Menschen mit körperlichen, psychischen und geistigen Beeinträchtigungen oder geringen Sprachkenntnissen, sich im Bezirksamt zurechtzufinden. In einem zweiten Schritt soll ein Leitsystem für die Wege vom U-Bahn/ZOB Wandsbek Markt zum Wandsbeker Rathaus und zum Bürgersaal angelegt werden.“

 

Carmen Hansch, Mitglied der SPD-Fraktion Wandsbek: „Menschen mit Behinderung haben das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, dazu gehört auch, dass Behördengänge barrierefrei möglich sind. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass auch das Bezirksamt Wandsbek ohne Barrieren erreichbar wird. Hierzu soll ein Leitsystem innerhalb des Gebäudes und auf dem Weg vom Wandsbeker Markt zum Bezirksamt installiert werden.“

 

Die einzelnen Maßnahmen sollen zusammen mit dem Inklusionsbeirat des Bezirkes Wandsbek entwickelt werden. Über den Fortgang der Planung sowie über die Planungskosten und die Finanzierung soll das Bezirksamt dem Ausschuss für Soziales und dem Inklusionsbeirat Bericht erstatten. 

 

Hintergrund:

Obwohl in diesem Jahr der zehnte Jahrestag der UN-Behindertenrechtskonvention gefeiert wurde, ist der Weg zur Verwirklichung dieser Ziele noch lange nicht beendet. Seit vielen Jahren setzt sich die rot-grüne Koalition in Wandsbek in enger Zusammenarbeit mit allen Fraktionen der Bezirksversammlung sowie dem Inklusionsbeirat dafür ein, dass auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit gegeben wird, ohne fremde Hilfe Behördengänge zu erledigen und an Veranstaltungen teilzunehmen. Das Bezirksamt mit seinen Kundenzentren und der Wandsbeker Bürgersaal sind öffentliche Orte mit vielen Besuchern. Gerade die öffentlichen Räume müssen eine Vorreiterrolle übernehmen. Hier muss die UN-Behindertenrechtskonvention als erstes umgesetzt werden.

 

 

Die Bezirksversammlung hat den Antrag am 4. April mit der Ergänzung, dass auch die Ausländerabteilung und das Kundenzentrum mit in die Planung aufgenommen werden, einstimmig beschlossen.

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