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(va) Das Hanseatische Oberverwaltungsgericht hat mit seinem Urteil zum Bebauungsplan Wohldorf-Ohlstedt 13 vom 11. April 2019 die geplante Bebauung der Feldmark direkt am Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald gestoppt.

Diese Entscheidung hat den Stand des Naturerhalts in Abwägung zum Wohnungsbau auf der grünen Wiese deutlich gestärkt. Das Gericht sah kein gesamtstädteplanerisches Erfordernis und stellte sogar die prinzipielle Eignung der betroffenen Flächen für eine Wohnbebauung in Abrede.
Nachdem praktisch alle Fraktionen der in der Bezirksversammlung Wandsbek vertretenen Parteien das Urteil begrüßt hatten, rief der Wohldorfer Wald Hilfsfonds e.V., der das Normenkontrollverfahren über Jahre maßgeblich und letztlich auch erfolgreich betrieben hatte, die Politik in einem offenen Brief dazu auf, die ehemaligen WO13-Flächen dauerhaft unter Schutz zu stellen und vor einer Bebauung zu bewahren. Diese Forderung wird von der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger in den Wohldorf-Ohlstedt unterstützt, sogar der immer sehr regierungsnah agierende Bürgerverein Duvenstedt, Wohldorf-Ohlstedt positionierte sich in diesem Sinne.
Trotzdem ist ein Antrag, der das Ziel verfolgte, das betreffende Gebiet unter Landschaftsschutz zu stellen und in den Biotopverbund aufzunehmen, am Widerstand von Rot-Grün in der Bezirksversammlung gescheitert. Die Regierungskoalition verwies den Antrag in den am 20. Mai 2019 tagenden Hauptausschuss und die Vermutung liegt nahe, dass eine entsprechende Entscheidung verhindert werden soll, damit die Flächen weiterhin einer späteren Bebauung zur Verfügung stehen.

Der Hamburger Landschafts- und Klimaschutzverband e.V. (HLKV) fordert die Rot-grüne Bezirkskoalition auf, nun endlich den öffentlichen wohlklingenden Worten auch Taten folgen zu lassen, das Taktieren und damit die Täuschung der Bürgerinnen und Bürger zu beenden und das Gebiet unter Naturschutz zu stellen!

Niels Hanßen, Vorstand des HLKV: „Das Verhalten von Rot-Grün in der Bezirksversammlung Wandsbek lässt Schlimmes für die Feldmark am Wohldorfer Wald befürchten. Nachdem die Politiker der Regierungskoalition die Unterschutzstellung der Flächen verhindern, ist erfahrungsgemäß zu erwarten, dass sie nach den anstehenden Wahlen ein neues Bebauungsplanverfahren starten. Damit würde dann der Wille der Bürgerinnen und Bürger eliminiert.
Glaubwürdigkeit ist immer nur vor Wahlen wichtig. Das ist ein übles Spiel mit der Zukunft des Naturschutzgebietes Wohldorfer Wald. Wir fordern, das Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald um die vorgelagerte Feldmark zu erweitern“.

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