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(red) Das HLKV Verbandsmitglied, der Wohldorfer Wald Hilfsfond e.V., hat einen Erfolg vor dem Hanseatischen Oberverwaltungsgericht errungen! Seit über 30 Jahren kämpft der Verein gegen die Bauabsichten (WO13) der Stadt Hamburg in der Feldmark im Vorfeld des Naturschutzgebietes Wohldorfer Wald.
Das Hanseatische Oberverwaltungsgericht hat am 11. April 2019 den beklagten Bebauungsplan WO13 für nichtig erklärt. Es ist bereits der zweite B-Plan, der für dieses Gebiet aufgestellt wurde. 1990 wurde auch der erste Bebauungsplan vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig für nichtig erklärt.
Der Rot/Grüne Senat hat mit äußerstem Druck versucht, sich gegen die Naturschutzbestrebungen des Vereins zu stellen, um den inzwischen als nichtig erklärten Bebauungsplan zu realisieren. Der ursprünglich an der Klage beteiligte zweite Kläger, der BUND, hatte vorher seine Beteiligung aufgegeben.


Pressemitteilung des Wohldorfer Wald Hilfsfonds e.V. vom 22. April 2019

Mit Urteil vom 11. April 2019 hat das Hanseatische Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan Wohldorf Ohlstedt 13 für unwirksam erklärt. Damit erfährt dieser Bebauungsplan dasselbe Schicksal wie sein Vorgänger, der 1990 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig für nichtig erklärt worden war.
Beide Pläne sahen eine Wohnbebauung auf naturfachlich sensiblen Freiflächen unmittelbar am Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald vor. Das Gericht folgt nun im Wesentlichen der Argumentation der Umweltschützer, die Stadt hätte die Belange der Natur nicht ausreichend berücksichtigt und hätte es versäumt, notwendige faunistische Gutachten zu erstellen. Auch stellt das Gericht die Eignung der betroffenen Flächen für den Wohnungsbau prinzipiell in Frage, da die Eingriffe in die Lebensstätten geschützter Arten für die Planziele nicht zu rechtfertigen sind.
Der Wohldorfer Wald Hilfsfonds e.V. begrüßt die Entscheidung ausdrücklich und fordert den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf, die jahrelangen Auseinandersetzungen mit den Ohlstedter Bürgerinnen und Bürgern zu beenden und auf eine Bebauung der Feldmark im Vorfeld des Naturschutzgebietes Wohldorfer Wald abschließend zu verzichten.
Michael Schütt, Vorstand des Wohldorfer Wald Hilfsfonds e.V.: „Nachdem die Rot-Grüne Politik die zugesagte Überarbeitung des umstrittenen Bebauungsplans vertragswidrig nicht vorgenommen und sogar mit dem Beginn der Bauarbeiten 2020 gedroht hat, sahen wir uns gezwungen, das Oberverwaltungsgericht um Klärung zu bitten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Hamburg überall wächst, ist der Schutz der letzten Freiflächen unglaublich wichtig. Neben dem Lebensraum für Tiere und Pflanzen, geht es auch um dringend erforderliche Erholungsmöglichkeiten für die Hamburgerinnen und Hamburger. Der Senat darf die Gesundheit der Bevölkerung nicht aus den Augen verlieren. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns über die Gerichtsentscheidung“
Wohldorfer Wald Hilfsfonds e.V.

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