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190131 nabu

(va) „Gar schaurig ist’s übers Moor zu gehen…“ schrieb Annette von Droste-Hülshoff vor knapp 170 Jahren. Wenn man heute ein Moor betritt, muss man kaum Sorgen haben, ob man heil wieder hinaus findet. Denn über Generationen haben wir Moore trockengelegt, Torf abgebaut und die Flächen anschließend unter den Pflug genommen. Allenfalls kümmerliche Reste sind von den einst ausgedehnten Mooren übrig geblieben, wenn überhaupt.

Die Auswirkungen für uns Menschen werden vielfach diskutiert: Seit Jahrtausenden im Torf gespeichertes Kohlendioxid wird wieder freigesetzt und verstärkt den Klimawandel. Außerdem verlieren die Moore ihre Funktion als Regenspeicher. So fließt das überschüssige Wasser ungebremst in die nächsten Bäche und Flüsse und sorgt dort immer öfter für Überschwemmungen.

Was leicht in Vergessenheit gerät: Unsere Moore waren einst auch Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, die mehr und mehr verloren ging. Jens-Peter Stödter vom Arbeitskreis Walddörfer im NABU (Naturschutzbund) Hamburg beobachtet die Entwicklung seit mehr als 30 Jahren. Im Rahmen seines Vortrags „Kreuzotter und Kranichbeere“ zeigt er Fauna und Flora der Moore am Beispiel von Wittmoor und Duvenstedter Brook.

„Am schönsten sind unsere Moore im Frühsommer, wenn die Fruchtstände vom Wollgras im Wind schaukeln“ weiß Stödter zu berichten, „kaum weniger spektakulär ist der Herbst, wenn Gräser und Blätter sich von goldgelb bis rostrot verfärben“. Wer genau hinschaut, entdeckt auch noch Rosmarinheide und Sonnentau, Mooreidechsen und Nachpfauenaugen oder sogar Kreuzottern und Kranichbeeren…

Gezeigt wird der Vortrag am Mittwoch, den 06.02.2019, ab 19 Uhr im Naturschutz-Informationshaus Duvenstedter Brook, Duvenstedter Triftweg 140.

Der Eintritt ist frei, der NABU freut sich aber über Spenden.

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