leserbrief

(Leserbrief) Sehr geehrte Damen und Herren,
um die Kosten von Bauprojekten zu senken und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, hat der Senat in den letzten Jahren etliche Änderungen in der Hamburger Bauordnung vor-genommen. Dass dies in den Quartieren zu äußerst ungünstigen Konstellationen führen kann, zeigt die aktuelle Situation in der Gemarkung Sasel.
An den Straßen Bauernvogtkoppel, Kählerkoppel und Schillingkoppel sollen insgesamt vier Bauprojekte (33 Wohnungen in fünf Gebäuden) auf Flurflächen umgesetzt werden, die seit den 50er Jahren freigehalten worden waren, um ausreichend Parkraum für die angrenzen-den Wohnungen zur Verfügung stellen zu können, denn die meisten Grundstücke haben kei-nen Zufahrtsmöglichkeit zu einer öffentlichen Straße.
Um abzusichern, dass es auch künftig genügend Parkraum gibt, wurde am 6.4.1955 eine entsprechende Teilungsgenehmigung notariell beglaubigt, die bis heute nicht geändert ist, wie auch die Behörde zugeben muss. Einseitig behauptet sie aber, eine der wesentlichen Bestimmungen gelte jetzt nicht mehr, denn seit 2014 braucht man keine Parkplätze bei Neu-bauten zu schaffen – und dies gelte auch rückwirkend. Folgerichtig hat die Behörde mittler-weile die Flurstücke als Bauland ausgeschrieben und ein Investor will sie nun bebauen.
Insgesamt 59 Einzelgaragen sollen nunmehr ersatzlos abgerissen werden, während im Rah-men der Bauprojekte durch eine Tiefgarage lediglich der Parkraumbedarf für die neuen Ob-jekte abgedeckt sein wird. Nach Berechnungen der Interessengemeinschaft würden durch diese Veränderungen in der Infrastruktur vor Ort insgesamt 119 Parkmöglichkeiten verloren gehen. Und wegen dieser drastischen Verknappung in den drei Straßen wird es nicht möglich sein in das angrenzende Stadtgebiet auszuweichen. Deshalb steht zu befürchten, dass das Quartier kollabieren wird.
Um den Widerstand im Viertel gegen die Bauprojekte zu organisieren haben sich knapp 200 engagierte Anwohner in der Interessengemeinschaft Bauernvogtkoppel (BVK) zusammenge-schlossen. Gegen alle Bescheide wurde Widerspruch eingelegt und auch wenn das Bezirks-amt inzwischen mit vereinzelten Auflagen versucht hat die Lage zu entspannen, wird es mit Sicherheit zu einem Rechtsstreit kommen. Grund zur Hoffnung, dass die Projekte in dieser Form verhindert werden können, gibt ein ähnlicher Präzedenzfall: Für die bestehenden Ge-bäude im Quartier müsste die alte Bauordnung greifen.
Für die Wohnungen der Alteingesessenen muss demnach ausreichend Parkraum nachgewiesen werden. Dieser Verantwortung ist das zuständige Bezirksamt Wandsbek bisher nicht in ausreichendem Maße nachgekommen.
Die Interessengemeinschaft hat bereits versucht mit Schildern, Bannern und einer Plakat-Protestaktion auf die Missstände aufmerksam zu machen. Indessen hat unter den Engagierten bereits im Februar das Aufstellen von Betonpollern, die die Zufahrt zu den Garagen und Stellplätzen deutlich erschweren, für besonderen Unmut gesorgt. Weil diese auf Privatgrund stehen, hat sich nicht einmal durchsetzen lassen, dass diese mit Rückstrahlern versehen und somit als Verkehrshindernisse deutlich erkennbar gemacht werden müssen.

Beste Grüße
Sebastian M. Laude
Bauernvogtkoppel 33b
22393 Hamburg

180424 henneberg

(red) Die ersten sechs Vorstellungen der Komödie „Mien Mann, de fohrt to See!“, unter Regie von Peter Riewoldt, haben es mal wieder gezeigt: Team-Spirit und Humor zahlen sich aus. Die Zuschauer sind begeistert und das Ensemble genießt jeden einzelnen Auftritt in vollen Zügen. Das Stück ist noch am folgenden Wochenende von Freitag, den 27. April bis einschließlich Sonntag, den 29. April 2018 zu sehen.

Der Vorhang fällt. Noch ein letzten Mal für heute verbeugen sich die Darsteller der Komödie „Mien Mann, de fohrt to See!“. Ihre Augen strahlen und ein breites zufriedenes Lächeln ziert die einzelnen Gesichter. Der Saal vibiriert, die Zuschauer klatschen und juchzen. „Das ist der Hammer! So macht das Spielen gleich doppelt so viel Spaß.“, sagt Cornelia Storr und lacht. Sie spielt die Hauptrolle Mary Brammer. „Das ist meine erste Hauptrolle auf Platt. Zu Beginn hatte ich leichte Bedenken, aber die Rolle ist wie für mich gemacht. Und so bin ich auch dank unserem tollen Team leicht zur Mary Brammer geworden“, erklärt Cornelia glücklich.

Gemeinschaft wird groß geschrieben bei den Hennebergern. Das weiß auch Regisseur und Darsteller Peter Riewoldt und bestätigt: „Wie haben ein geniales Team. Jeder packt mit an und springt ein, wenn Not am Mann ist. Und das gilt nicht nur für unsere Darsteller. Denn das Team besteht ja aus vielen helfenden Händen, wie den Bühnenbauern, Licht, Ton und Musik sowie Maske und Kostüm. Die Souffleuse nicht zu vergessen. Jeder Einzelne ist wichtig und somit Teil unseres Erfolges.“ Neben den direkten Helfern wirken noch weitere Hennerberger am Erfolg der Aufführungen mit, wie z.B. an der Kasse, am Ausschank und der Garderobe.

Kaja Mumme spielt die Ulli Stichling in dem Frühjahrsstück. Sie hat bereits einige Rollen auf der Henneberg Bühne verkörpert und ist immer mit vollem Einsatz dabei. „Anfangs hat mich vor allem die Herausforderung, auf Platt zu spielen, gereizt. Ich bin jetzt seit mehr als 3 Jahren Mitglied bei der Henneberg Bühne und genieße den Zusammenhalt und den Austausch vieler unterschiedlicher Generationen“, sagt die 20-Jährige. Katrin Grzesiak, künstlerische Leiterin, ergänzt gut gelaunt „Wir freuen uns sehr, dass immer mehr junge Menschen Lust auf plattdeutsches Theater haben und sind auch weiterhin sehr offen für Nachwuchs – auf und hinter der Bühne.“.

Foto oben: Team_Mien_Mann_de_fohrt_to_See: (erste Reihe v.l.) Martina Prostak, Kaja Mumme, Cornelia Storr, Anne-Christa Peterssen, Hartmut Dahle, (zweite Reihe v.l.) Peter Riewoldt, Jürgen Wiegleb, Rolf Beier, Jon Kück, Doris Führing-Alberts, Jan Henry Janssen, Katrin Grzesiak, Carsten Maron, Hella Ahrendtsen, Hannelore Hein-Radde, Bernd Pätz, Renate Frömming, Dieter Parlowski und Anja Dressel

180413 freundeskreis

(red) 2013 wurde der Freundeskreis für Asyl & Wohnen in Bergstedt gegründet. Damals – lange vor dem großen Zustrom von Geflüchteten - plante die Sozialbehörde eine Unterkunft am Volksdorfer Grenzweg für 170 Flüchtlinge und Wohnungslose. 100 Interessierte waren zu einem ersten Informationsabend ins Senator-Neumann-Heim gekommen, um sich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren und tatkräftig mit anzupacken.

Das Pavillondorf am Grenzweg wurde im Frühjahr 2015 eröffnet, ein zweites an der Rodenbeker Straße für 360 Menschen kam Ende 2015 hinzu.
Im Freundeskreis Asyl&Wohnen in Bergstedt haben sich schnell verschiedene Arbeitsgruppen entwickelt, die sich um einzelne Schwerpunkt-Themen kümmern. Die AG Begrüßung für erste Kontakte und Informationen für Flüchtlinge, die AG Teestube, das Café International, die AG Nähen und Stricken für Frauen, die AG Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die AG Konkrete Angebote u.a. mit Deutschunterricht für Erwachsene, mit Lotsen und Paten, eine Fahrrad- und Computergruppe, die AG gute Nachbarschaft und die AG Spenden. All diese Gruppen waren ehemals mit mehreren Engagierten besetzt. Doch leider hat sich die Zahl der Helfer mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen in Bergstedt nicht erhöht, sondern ist kontinuierlich zurückgegangen. Menschen sind aus Hamburg weggezogen, andere können die Zeit nicht mehr aufbringen oder sie haben sich zurückgezogen aus der Arbeit in der ersten Reihe.
Trotzdem ist der Freundeskreis in beiden Wohnunterkünften und im Stadtteil eine nicht mehr wegzudenkende Institution und wird von den Flüchtlingen mit Dankbarkeit angenommen. Auch f&w als Betreuungseinrichtung schätzt die Arbeit des Freundeskreises. Gegenüber der Anfangszeit hat sich allerdings einiges geändert. Die Hilfesysteme laufen routinierter und die Flüchtlinge sind in der Regel in ihren Sprachgruppen rasch untereinander gut vernetzt. Von der notwendigen Unterstützung auf einem für alle unbekannten Terrain zu Beginn, verlagert sich die Hilfe zunehmend auf die Begleitung bei der Integration der Flüchtlinge. Die Helfer haben inzwischen den Alltag der Flüchtlinge gut kennen gelernt, sie haben mit den Händen geredet, auf Ämtern gesessen und in Praxen geradebrecht. Sie haben sich durch Formulare gekämpft und Menschen kennen gelernt, die ihr altes Leben mitgebracht haben und sich mal leichter und mal schwerer damit tun, ihr Neues anzunehmen.
Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde daher Bilanz gezogen und erkannt, dass der Freundeskreis sich nicht nur um die Geflüchteten kümmern muss, sondern auch um sich selbst. Eine Präsentation der Arbeit und Erfahrungen aller AGs, Gruppen und Einzelkämpfer sollte zusammengestellt werden, damit sich alle über die Arbeit der ganzen Gruppe informieren können. Nebenbei wünschen sich die Aktiven jedoch auch, dass neue Unterstützer gefunden werden, die sich in der einen oder anderen AG engagieren möchten. Auch Paten für Familien werden gesucht. Die Präsentation ist zurzeit jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr im Gemeindehaus der Bergstedter Kirche zu sehen. Während dieser Zeit findet im Gemeindesaal das Café International statt, so dass erste Kontakte sowohl mit Mitgliedern des Freundeskreises als auch mit Geflüchteten geknüpft werden können.

Mehr Informationen unter: http://freundeskreis-bergstedt.de/

180414 albertinen

(red) Vor zehn Jahren hat das Diakonie-Hospiz Volksdorf als erstes Hamburger Hospiz in christlicher Trägerschaft seine Arbeit aufgenommen. Seitdem wurden hier 1.790 unheilbar kranke Menschen aufgenommen und liebevoll und fürsorglich begleitet. Das besondere Jubiläum wurde heute im Rahmen eines Festaktes begangen, zu dem neben rund 200 weiteren Gästen auch der Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Wandsbek, Herr Thomas Ritzenhoff, ins benachbarte Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus gekommen war. Ebenfalls anwesend waren die Vertreterin und Vertreter der Gesellschafter, Oberbürgermeisterin Frau Elke Christina Roeder für die Stadt Norderstedt, Geschäftsführer Werner Koch für das Kath. Marienkrankenhaus sowie Prof. Dr. Fokko ter Haseborg für die Albertinen-Stiftung. Frau Pröpstin Frau Isa Lübbers vertrat den Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost.

Matthias Scheller: Dank an Mitarbeiter/innen, Initiator und Unterstützer/innen

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes, das Betreiber des Hospizes ist, bedankte sich in seiner Ansprache bei den hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen für die geleistete Arbeit: „Sie sind es in Ihrem täglichen Handeln, die den hervorragenden Ruf unseres Hospiz begründen und das Motto ‚In Würde leben bis zuletzt‘ mit Ihrer fachlichen Kompetenz, Ihrem hohen Engagement und Ihrer persönlichen Zuwendung mit Leben füllen“. Namentlich hob Scheller den Geschäftsführer, Pastor Andreas Hausberg, in seinem Dank hervor. Scheller würdigte die besondere Rolle seines Amtsvorgängers Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, der bis heute auch Vorstandsvorsitzender der Albertinen-Stiftung ist: „Die Errichtung des Diakonie-Hospizes Volksdorf war eine Herzensangelegenheit von Professor ter Haseborg, die er in seiner damals doppelten Vorstandsfunktion mit Blick auf die Defizite in der palliativen Versorgung, mit Mut zum ökonomischen Risiko und politischem Geschick vorantrieb. Er war es auch, der sich als überzeugter Christ für die ökumenische Ausrichtung des Hospizes einsetzte.“ Scheller dankte den Mitgesellschaftern, nämlich der Stadt Norderstedt, dem Katholischen Marienkrankenhaus sowie der Albertinen-Stiftung. In seinen Dank schloss er auch das Malteser Hospiz-Zentrum als Kooperationspartner bei der Ausbildung der Ehrenamtlichen, den Kirchenkreis Hamburg-Ost, den Freundes- und Fördererkreis sowie die vielen Einzelpersonen und Institutionen mit ein, die die Arbeit des Hospizes durch ihre Spende unterstützt haben und weiterhin unterstützen.

Ökumenisches Projekt

Das Diakonie-Hospiz Volksdorf wurde am 4. April 2008 nach nur siebenmonatiger Bauzeit feierlich seiner Bestimmung übergeben. Das Gebäude, das von den Architekten Dieter Glienke und Olaf Bielenberg entworfen worden war, besitzt mit seinem Innenhof und dem lichtdurchfluteten Kreuzgang die Grundstruktur eines mittellalterlichen Klosters. Bereits zuvor war durch eine Kooperation mit dem Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard eine Kooperation hinsichtlich der Schulung Ehrenamtlicher im Hospiz geschlossen worden. Gleichzeitig entstand ein Freundes- und Fördererkreis sowie das Palliativ-Netz HH-Ost. Der Kirchenkreis Hamburg-Ost fördert die Arbeit des Hospizes mit einer 25%-Seelsorgestelle. Das Diakonie-Hospiz Volksdorf ist von Anfang ein ökumenisches Projekt gewesen, das durch viele Institutionen und Einzelpersonen fest in den Walddörfern verankert ist.

Pastor Andreas Hausberg: 3.2 Mio. EUR Spenden für das Hospiz

Pastor Andreas Hausberg, Geschäftsführer des Diakonie-Hospizes Volksdorf seit 2008, richtete sehr persönliche Dankesworte an die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und würdigte deren vorbildliches Engagement. „Die Anerkennung dieser Arbeit zeigt sich nicht zuletzt in dem hohen Spendenaufkommen von knapp 3.2 Mio. EUR in den vergangenen zehn Jahren. Hierfür bin ich allen Spenderinnen und Spendern zutiefst dankbar!“´ Ebenso profitiert das Hospiz auch von den zahlreichen Partnern wie Ärzten, Kliniken oder Krankenkassen in einem Netzwerk, zu dem auch das Diakonische Werk gehört.

Offen für alle Menschen

Das Diakonie-Hospiz Volksdorf steht allen Menschen offen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Kultur oder Religion und bietet einen geschützten Raum, in dem sterbende Menschen in Würde Abschied nehmen können. Das Hospiz-Team gewährleistet durch entsprechende Ausbildung eine fachlich qualifizierte Pflege und Betreuung, psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung und eine angemessene schmerz- und symptomlindernde Behandlung durch enge Kooperation mit den zuständigen Hausärzten bzw. schmerztherapeutisch ausgebildeten Palliativmedizinern. Hinzu kommen 25 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Das Diakonie-Hospiz Volksdorf verfügt über 16 Einzelzimmer und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus auf dem Gesundheitscampus Volksdorf..

volksmarkt fruehling kindermeile

(red) Am Sonntag, dem 22. April, findet von 9 bis 16 Uhr wieder der traditionelle VOLKSMARKT auf dem Volksdorfer Marktplatz an der Halenreie/Kattjahren statt. Dort sind noch über 100 Kinderplätze frei, allerdings müssen sich die Kinder anmelden!

Eine Platzreservierung für Kinder, Jugendliche und Initiativen ist am Sonnabend, dem 21.April, am Stand des Veranstalters von 9 bis 13 Uhr im Durchgang zum Markt noch möglich. Für einen Ein-Meter-Stand
gibt es dort kostenlos eine Platzkarte für Kinder. Auch für Erwachsene sind ggf. noch einige Plätze zu bekommen.

Die Aktionsfläche auf dem Vorplatz steht Schulen, Vereinen und Kultur- und Sozialinitiativen zur Verfügung. Auch hier sind noch Plätze zu vergeben. 

Siegfried Stockhecke weist auf die umfangreichen Parkmöglichkeiten im Parkhaus am U-Bahnhof hin und bittet allgemein um rücksichtsvolles Verhalten.

Wegen umfangreicher Bauarbeiten gibt es  keine Parkmöglichkeiten an der Halenreie, die zur Zeit nur in Richtung Bergstedt befahrbar ist!

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