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(sst) Liebe Leute, seit 1972 versuche ich in unterschiedlicher Form, z. B. seinerzeit durch Beteiligung am Wohnmodell Steilshop, nachhaltige Entwicklung im Stadtteil zu propagieren und zu verwirklichen. Erfolgreich im KLEINEN, bei weitergehenden Ansprüchen “ausgelächelt” waren wir schon damals ein bißchen “Greta”. 

Die Gründung des Zukunftrat Hamburg und unendlich viele Demos und Aktivitäten  liegen hinter mir.

FÜNFZIG JAHRE “versemmeln” werden wir uns nicht noch einmal leisten können. Retten was zu retten ist! klingt es von den Türmen der Macht, nur retten und anpassen ist schon längst nicht mehr genug!

Mutter Natur macht keine Kompromisse, weltweit und auch nicht im hier und heute in unseren Walddörfern.

Geschafft habe ich es, in den letzten 36 Jahren an die 30.000 Kindern einen “Kursus in Nachhaltigkeit” im Rahmen des VOLKSMARKTES mit Unterstützung der Verwaltung, der Parteien, der Bücherhalle, der lokalen Presse und der Eltern zu ermöglichen. Das ist ein WERT, der in Verbindung mit unserem Wochenmarktplatz geschaffen wurde, der steht nicht zur Disposition.

9228 Menschen haben sich seinerzeit für den Erhalt des VOLKSMARKTES ausgesprochen und per lesbarer Unterschrift (mit Adresse) bekräftigt.

Wenn ich nun von höchster politischer Stelle flapsig als “Greta von Volksdorf” tituliert werde, so schwingt da dieses “Auslächeln” mit, was mich seit all den Jahren begleitet hat. Das ist ja auch weltweit gegenüber NGOs üblich (wenn sie mal gerade nicht umgebracht werden wie in Südamerika Realität). Unser Engagement ist uns das wert und in der Tat Teil einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

Die aktuelle Situation des Volksdorfer Wochenmarktes macht mir große Sorgen!

An die zehn Jahre hat die Volksdorfer Wochenmarkt-Interessengemeinschaft die letzten Jahre mit Rechtsanwalt gefordert, den Wochenmarktplatz zu renovieren.

Anfang des Jahres wurden die Ärmel hochgekempelt. Von allen Seiten getragen war da eine gute Aufbruchstimmung. Veranstaltungen, Gespräche und vieles mehr liefen unter der Perspektive, daß die Arbeiten am “fahrenden Zug” zu Anfang der Sommerferien aufgenommen werden sollte. Der Marktmeister und die Interessengemeinschaft legten sich unter Aufbietung aller Kräfte tüchtig ins Zeug um “das Kind zu schaukeln”.

Ich zog die VOLKSMARKT-Termine vor, führte nur die “21. Zukunftsmeile in Volksdorf” durch und verzichtete auf die “16. Kulturtage zur Nachhaltigkeit”. Dann kam alles
anders, Termine verschoben sich, so dass ich den letzten VOLKSMARKT noch in diesem Jahr am 11. August statt finden lassen kann.

Fand mich immer noch ganz toll in einer zunehmend undurchsichtigen Gesamtlage, bei aller Anstrengung einen passabelen Weg für dies Jahr gefunden zu haben.

Es ist mir jetzt recht unheimelig. Ratlos bin ich, weil mein Beitrag und Verzicht sinnlos erscheint.
Es ist alles nun anders! Wer weiß wie und wann?

Stimmt es, daß jetzt Mitte August die erste Etappe, die Ausschreibung, überhaupt noch nicht gefunden hat?

Wie sieht das für 2020 aus? Sind alle Beteiligten wie versprochen noch beteiligt?

Wenn’s gelingt, ja dann würden wir gerne feiern!

Auch dafür wäre es gut, wenn man wüßte wie und wann!

Siegfried Stockhecke
Agenda 21/2030-Büro Volksdorf/WALDGEIST

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