190719 wiesenkamp

(red) Am Freitag, dem 12. Juli, feierten die Bewohner des Volksdorfer Feierabendhauses gemeinsam mit Angehörigen und Freunden des Hauses ein besonderes Sommerfest: Seit nunmehr 50 Jahren werden in dem Senioren- und Pflegeheim an der Farmsener Landstraße 44 Pflegeplätze im Geiste einer kleinen familiären und christlichen Gemeinschaft angeboten.
Der christlichen Tradition verpflichtet lud Pastor Dr. Jürgen Bobrowski zu Beginn des Festes zu einer gemeinsamen Andacht ein. Nach dem offiziellen Teil mit der Begrüßung durch den Geschäftsführer, Andreas Schneider, sowie dem Leiter des Hauses, Martin Groß, lockten verschiedene Angebote die Bewohner und Gäste in den schönen Garten und auf die verschiedenen Terrassen. Bei Kaffee und Kuchen oder einem Eis aus dem Eiswagen genossen alle die gute Stimmung, für die nicht zuletzt der musikalische Alleinunterhalter Peter Roland sorgte. Später wurde Leckeres vom Grill geboten, womit sich der aufregende Festtag langsam dem Ende neigte.

Viele Besucher hatten sich zum Jubiläum die eigens installierte Foto-Ausstellung angesehen. Sie zeigt Bilder von den Anfängen des Feierabendhauses, als es noch den im „Feierabend“ lebenden Diakonissen und Diakonischen Schwestern als Alterswohnsitz diente. Die finanzielle Unterstützung durch die Hamburger Louise Salb-Stiftung hatte den Bau des Feierabendhauses ermöglicht. Anfang März 1968 war die Grundsteinlegung und bereits ein gutes Jahr später, am 25. April 1969 wurden der Mutter Oberin offiziell die Schlüssel des Gebäudes übergeben. Anfang Mai 1969 zogen dann die ersten Schwestern vom Mutterhaus (der „Villa“ an der Farmsener Landstraße) in den Neubau. Zu Beginn wurden ebenfalls ältere Damen aufgenommen. Heute steht das Haus allen pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren offen.

Wie sehr sich das Gelände seit den Anfängen verändert hat, ist in der Ausstellung gut zu erkennen: Das Feierabendhaus wurde mitten auf eine Wiese an den Rand eines Birkenwäldchens gebaut. Damals gab es noch einen Rosengarten, zahlreiche Obstbäume und einige Nebengebäude, die im Laufe der Jahrzehnte den Neubauten, wie zum Beispiel der Residenz am Wiesenkamp weichen mussten. Das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus hatte damals noch seine Einfahrt an der Farmsener Landstraße.

„Trotz all der baulichen Veränderungen auf dem Gelände in den letzten 50 Jahren ist unsere Mission unverändert. Mitarbeiter und Bewohner bilden bei uns eine Gemeinschaft, fast wie in einer Familie“, sagt Hausleiter Martin Groß. „Wir haben im Feierabendhaus eine hohe Fachkraftquote“, erklärt Geschäftsführer Andreas Schneider. „Das ist ein Indiz für die hohe Zufriedenheit der Belegschaft und dafür, dass unser Konzept der Gemeinschaftlichkeit keinesfalls veraltet ist, sondern moderner ist denn je“.

Wenn Interesse daran besteht, das Haus zu besichtigen, wird um vorherige Anmeldung bei Frau Mirjam Ritz gebeten (Tel: 040 644 12-301).

Foto: Das Leitungsteam vlnr: Martin Groß (Haus- und Pflegedienstleitung), Sabine Brunke (stellv. Pflegedienstleitung), Andreas Schneider (Geschäftsführer)