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(ots) Zeit: seit Juni 2019 Ort: Hamburger Stadtgebiet.

Die Polizei weist darauf hin, dass es in letzter Zeit wieder vermehrt zu Anrufen sogenannter Enkeltrickbetrüger kommt.

Die Maschen der Betrüger, ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen, sind vielfältig. Im Jahr 2017 war es zu einem signifikanten Anstieg von Anrufen durch falsche Polizeibeamte gekommen. Diese Masche ist bei den Betrügern auch weiterhin beliebt, sodass die Polizei immer wieder entsprechende Warnmeldungen veröffentlicht. Zuletzt ist festzustellen, dass die Betrüger auch die Masche des Enkeltricks wieder vermehrt nutzen. Im Juni sind der Polizei 17 derartige Anrufe bekannt geworden, im laufenden Monat Juli bereits über 20.

Bei dieser Masche rufen die Betrüger mit den Worten "Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen bei meist älteren und allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Autokauf oder sonst eine Investition. Die Lage wird immer als äußerst dringlich dargestellt, oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe auch unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrickbetrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

Die Polizei rät:

   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht 
     selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern 
     fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst 
     zu nennen. 
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als 
     Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht 
     erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige 
     Verwandte/Bekannte wissen kann. 
   - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
     Verhältnissen preis. 
   - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
     sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie 
     die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an 
     und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 
   - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: 
     Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen 
     nahe stehenden Personen. 
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an 
     unbekannte Personen. 
   - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie 
     unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. 
   - Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie 
     die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei 
     helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend 
     zu sensibilisieren und die Täter zu überführen. 
   - Bewahren Sie Ihre Wertsachen, beispielsweise höhere Geldbeträge 
     und andere Wertgegenstände, nicht zu Hause auf, sondern auf der 
     Bank oder im Bankschließfach. 
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