1801 Gundar Goshen

Ayelet Gundar-Goshen: Lügnerin,
Kein & Aber Verlag, 24 Euro,
ISBN: 978-3-0369-5766-1.

Die junge Autorin und studierte Psychologin Ayelet Gundar-Goshen hat in ihrem dritten Roman ein starkes Bild gezeichnet, was aus einer oder auch mehreren kleine Lügen entstehen kann. Nuphar Schalev arbeitet in den Sommerferien in einem Eiscafé als Verkäuferin. Sie ist nicht sonderlich schön, obwohl ihr Name Schönheit bedeutet. Sie ist eher unscheinbar, pummelig und kein Blick bleibt länger als notwendig an ihr hängen. Ganz im Gegensatz zu ihrer jüngeren, schöneren Schwester, die auch in der Wahrnehmung und Beachtung der Eltern einen höheren Stellenwert hat. Nuphar liebt ihre Schwester und sie genießt es, wenn sie eines ihrer Kleider zur Arbeit ausleihen darf und hofft, insgeheim Beachtung zu finden. Doch gerade an diesem Morgen verspätet sie sich und trifft auf einen übellaunigen Kunden, den verkannten Sänger Avischai Milner. Avischai ärgert sich über die unattraktive Bedienung und beleidigt sie zutiefst und aus einem Handgemenge entsteht plötzlich der Vorwurf, Avaschai hätte versucht, Nuphar zu vergewaltigen.

Plötzlich im Zentrum des öffentlichen Interesses schafft Nuphar es nicht, die Lüge aus dem Weg zu räumen. Der einzige Zeuge des Geschehens, der junge Lavie Maimon aus dem vierten Stock, findet Gefallen an Nuphar. Genau wie sie ist er ein unscheinbarer Jugendlicher, der den Ansprüchen seines gestandenen Vaters nie gerecht zu werden scheint. Er verliebt sich in Nuphar, aber er findet nur den Weg des erpresserischen Zugangs zu ihr. Der zarte Begin einer Liebe scheint in Gefahr und es stellt sich im Laufe der Handlung die Frage, ob beim Aufdecken der Wahrheit diese Liebe bestehen kann oder alles zerstört wird. Die Autorin hat im zweiten Teil des Romans auch die Geschichte von Raymonde mit eingeflochten, die nach dem plötzlichen Tod ihrer Freundin stellvertretend deren Reise als Holocaustüberlebende nach Europa antritt. Dort wird sie Nuphar begegnen und auch hier wird sich alles in Lügen verstricken. Gundar-Goshen lässt die Grenzen zwischen richtig und falsch meisterhaft verschwinden. Ein literarischer Genuss!

Dieser Buchtipp stammt von Uta Birken aus der Buchhandlung Ida v. Behr, Im Alten Dorfe 31, 22359 Volksdorf
Tel.: 040 / 603 12 86, Fax: 040 / 603 83 43, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.buecher-behr.com

1712 Leyshon

Nell Leyshon: Die Farbe von Milch
Eisele Verlag, 18,- Euro
ISBN: 978-3-96161-000-6

Dies ist das Buch von Mary. Sie schreibt es eigenhändig. Sie schreibt es im Jahre 1831. Und sie ist stolz darauf, es selber schreiben zu können. Mary ist erst 15 Jahre alt, als ihre Geschichte beginnt. Sie ist die jüngste von vier Schwestern, die mit ihren Eltern zusammen einen Bauernhof bewirtschaften. Es ist ein einfacher, dreckiger, ärmlicher Hof und es gibt von früh bis spät nur harte Arbeit und ein karges Leben. Der Vater führt ein hartes Regiment, wenn es sein muss auch mit Schlägen. Mary ist seit der Geburt gehbehindert und doch meistert sie die täglichen Pflichten. Ihre tiefgläubige Schwester Beatrice ist ihr oft eine Hilfe.
Der einzige Lichtblick für Mary ist der gelähmte Großvater, den sie scheinbar als einzige liebevoll versorgt, wann immer Zeit dafür übrig bleibt. Marys Leben ändert sich von Grund auf, als ihr Vater sie zum Pfarrer schickt, um dort im Haushalt zu helfen. Die Frau des Pfarrers ist krank und pflegebedürftig und die Eltern können das verdiente Geld dringend gebrauchen. Ein solches Haus mit den verschiedenen Zimmern und sogar Büchern hat Mary noch nie gesehen. Ein neues Leben erschließt sich ihr, obwohl sie dies eigentlich gar nicht sein möchte.
Durch die zarte und mitfühlende Pfarrersfrau erfährt Mary zum ersten Mal Wohlwollen und auch der Pfarrer gewährt ihr eine ungekannte Großzügigkeit. Er schenkt ihr ein Buch und beginnt ihr das Lesen beizubringen. Mary vermisst ihre Familie und besonders ihren Großvater, doch wann immer sie versucht zurückzukehren trifft sie auf Widerstände. Ihre Mutter scheint außerstande Liebe zu zeigen. Als die Frau des Pfarrers stirbt nimmt Marys Schicksal eine dramatische Wendung.
Die Autorin Nell Leyshon versteht es meisterhaft mit der Stimme von Mary ein Leben in bedrückenden Verhältnissen zu schildern. Sie gibt ihr eine scheinbar einfältige und doch sehr einfühlsame und ausdrucksstarke Stimme.

Dieser Buchtipp stammt von Uta Birken aus der Buchhandlung Ida v. Behr, Im Alten Dorfe 31, 22359 Volksdorf
Tel.: 040 / 603 12 86, Fax: 040 / 603 83 43, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.buecher-behr.com

1711 towles

Amor Towles: Gentleman in Moskau,
List Verlag, 22 €,
ISBN: 978-3-471-35146-8.

Wenn Sie beim Lesen in den Flair des vergangenen Jahrhunderts eintauchen und dabei zugleich eine literarische Reise nach Moskau genießen wollen, dann kann ich Ihnen nur „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles empfehlen. Der Roman beginnt mit dem Prozess gegen Graf Rostkov. Man wirft ihm vor, ein Gedicht mit dem Thema „Revolution“ verfasst zu haben und verurteilt ihn zu einer lebenslangen Haft, die er im Hotel Metropol in Moskau absitzen soll. Das Hotel Metropol, das erste Haus am Platz, bietet Ausblick auf den Kreml und das Bolschoi Ballett. Der Graf war schon immer Gast in diesem Hotel und hat mit seinen eigenen Möbeln und Erbstücken eine Suite bewohnt. Nun muss er seine Privilegien aufgeben und in eine kleine Kammer im 6. Stock umziehen und sich ganz neu in seinem begrenzten Lebensraum einrichten. Die neunjährige Nina, Tochter eines Kulturattachés, die ebenfalls in dem Hotel wohnt, wird ihm eine tägliche Unterhalterin und Begleitung.
Graf Rostkov ist ein äußerst liebenswerter optimistischer Gentleman, der zwar aus gegebenen Umständen bald als Oberkellner im Hotel arbeiten muss aber trotzdem durch kleine Taten seiner chaotischen Welt Sinn verleiht. Der Leser begleitet den Grafen in den folgenden Jahren beim täglichen Umgang mit den anderen Angestellten des Hotels, Treffen mit seiner Geliebten, der Schauspielerin Urbanowa, aber auch beim Beobachten der politisch wichtigen Besucher des Hotels. Wenn zum Beispiel im ehemaligen Ballsaal Treffen der Bolschewiken stattfinden oder Stalin in einer Suite wichtige ausländische Gesandte empfängt.
So erfährt man von den politischen Umwälzungen, die auch im Hotel nicht ausbleiben.
Erst als der Graf für die kleine Tochter Ninas, die er wie ein Vater großzieht, Verantwortung übernehmen muss, fängt er an. gefährliche Entscheidungen zu treffen. Für den Leser ein unterhaltsamer geschichtlicher Exkurs in die Zeit des stalinistischen Russlands aus der Sicht eines adligen charmanten Erzählers und Gentleman.

Dieser Buchtipp stammt von Uta Birken aus der Buchhandlung Ida v. Behr, Im Alten Dorfe 31, 22359 Volksdorf
Tel.: 040 / 603 12 86, Fax: 040 / 603 83 43, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.buecher-behr.com

wo ist ulrike 800

Über Volksdorf gibt es derweil viele Bücher. Mehrere davon sind sicherlich auch spannend, zum Beispiel diejenigen, die über die Geschichte dieses tollen Stadtteils von Hamburg berichten. Andere hingegen haben die Gemüter ziemlich stark erhitzt.

Was aber wohl bisher fehlte ist ein Krimi, dessen Handlung überwiegend in Volksdorf spielt. Der Volksdorfer EDV-Dozent, Internetseitenbetreiber (u.a. Treffpunkt-Volksdorf.de, Volksdorf-Journal.de und Volksdorf.de) und ehemalige Rechtsanwalt Michael Suhr hat nun sein langgehegtes Vorhaben umgesetzt und seinen ersten Kriminalroman "Wo ist Ulrike" veröffentlicht.

Zum Inhalt: Ulrike Haffner wird seit einigen Tagen vermisst. Sie hatte sich mit ihrem ehemaligen Freund verabredet, war aber zum vereinbarten Termin nicht erschienen. Bei dem Versuch herauszubekommen, was passiert ist, stoßen ihre Bekannten und die Polizei auf den zwielichtigen Frank Mertens, Ulrikes letzten Freund. Vor ihm war sie kurz zuvor geflohen, nachdem er sie misshandelt hatte ...

Dazu zwei Leserreaktionen: "Nach anfänglich sehr ruhiger Lektüre wurde es dann immer spannender und spannender, unvorhergesehene Wendungen, einfach toll", "Ein sehr tolles Buch, ich habe es verschlungen und bin in Gedanken dabei durch Volksdorf gegangen, für Volksdorfer ein Muss" .

Das 436 Seiten umfassende Buch gibt es als Taschenbuch in der Volksdorfer Buchhandlung Ida v. Behr für 9,98 Euro oder als eBook für 4,99 Euro bei Amazon.de, bücher.de, ebook.de, hugendubel.de, osiander.de, thalia.de, weltbild.de und anderen. Die Papierausgabe kann aber auch einfach per eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden ...

 

Zur Einstimmung auf den Volksdorf-Krimi hier schon mal eine kleine Leseprobe:

Peter Meinert stapfte durch den hohen Schnee, der auf dem Weg durch die Horst lag, einem kleinen Laubwaldstück in Volksdorf. Es war bitter kalt an diesem Montagmorgen im Dezember.

suhr michael 03 kleinDie weiße Pracht fiel seit gestern Abend ununterbrochen vom Himmel, und es schneite immer noch in dicken Flocken. Die erste Hälfte des Dezembers war, genau wie der November, grau und feucht gewesen, aber die Temperaturen hatten sich immer im Plus-Bereich bewegt, und so war es der erste Schnee des Jahres. Deshalb hatte es Peter auch nicht gestört, dass er schon früh am Morgen zum Schneeschieber greifen musste. Beim ersten Mal macht es ja immer noch Spaß.

Weniger Freude hatte er empfunden, als er feststellen musste, dass die Batterie seines Wagens den ersten richtigen Frost des Jahres nicht vertragen hatte und nach kurzem, halbherzigem Ansatz kläglich ihren Dienst versagte. So hatte er sich halt zu Fuß aufgemacht, um ins Dorf zu seiner Verabredung zu gelangen. Zum Glück war er recht frühzeitig aus der Wohnung gegangen. Deshalb hatte er jetzt noch genug Zeit, den herrlich unberührten Schnee in der Horstniederung zu genießen.

Vorbei ging es am Museumsdorf und den Ziegen, die diesen verschneiten Morgen zwar auch in ihrem Stall hätten verbringen können, aber offensichtlich genauso viel Freude an dem frischen Weiß und den fallenden Flocken hatten wie Peter. Fröhlich meckernd liefen sie entlang des Zauns und begleiteten ihn so ein Stück des Weges.

An der alten Schulkate angekommen überlegte Peter kurz, ob er einfach geradeaus Richtung Schwimmbad gehen sollte oder aber nach links am Museumsdorf vorbei und über die Straße Dorfwinkel zum vereinbarten Treffen im Café in der Weißen Rose. Er entschied sich für letztere Variante, denn zu Fuß war er dort in den vergangenen Monaten eher selten unterwegs gewesen. Und so konnte er sich auch gleich noch die weihnachtlich geschmückten Schaufenster auf seinem Weg ansehen.

Wie so oft schon in der Vergangenheit nahm er sich auch jetzt wieder vor, öfter mal zu Fuß durch das Dorf zu schlendern, um in Ruhe die Schaufenster anzusehen und in dem einen oder anderen Laden etwas zu kaufen. Aber meist war dann die Zeit doch wieder zu knapp und so blieb es in der Regel bei dem Wunsch, dies einmal zu tun.

Ein Blick auf die hohe Uhr an der Ecke gegenüber der Weißen Rose verriet Peter, dass es noch fünf Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt war, als er am Café eintraf. Axel Schautzer war beim Blick durch das große Fenster auch noch nicht zu entdecken.

Verabredet hatten sie sich, weil Schautzer seinem alten Schulfreund Peter „etwas ganz Wichtiges“ erzählen wollte. Am Telefon hatte er recht geheimnisvoll getan und dazu nichts Näheres gesagt.

Auch nachdem er das Café betreten hatte, konnte er Axel noch nicht entdecken. Also suchte sich Peter einen freien Tisch und setzte sich so, dass er aus dem Fenster das rege Treiben im Zentrum von Volksdorf, der Weißen Rose, beobachten konnte. Trotz des immer noch anhaltenden Schneefalls, der tief in die Stirn gezogenen Kapuzen und Hüte schienen alle an diesem Morgen fröhlich und vergnügt zu sein. Er überlegte, ob er sich schon einen Tee holen sollte, entschied sich dann aber doch dagegen.

So beobachtete er die Tür und wartete auf Axel Schautzer, mit dem er zusammen erst in der Grundschule die Schulbank gedrückt hatte und hinterher im Walddörfer-Gymnasium bis zum Abi zusammen gewesen war.

Sie hatten sich in den vergangenen rund 10 Jahren zwar nicht besonders häufig gesehen, aber, seitdem Axel wieder nach Volksdorf in das Haus seiner verstorbenen Eltern gezogen war, trafen sie sich hin und wieder zu einem Feierabendbier und klönten anfangs über die Vergangenheit, zunehmend aber auch über Aktuelles. Axel hatte Peter schon in der Jugend immer wieder mit seiner Spontanität fasziniert. Sie hatten sich immer gut verstanden und gemeinsam viel erlebt.

Er dachte oft an die unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit mit so mancher Radrallye auf dem Heideberg, vielen sonnigen Tagen im Freibad daneben, ´aufwendigen Dämmen´ in der Moorbek oder auch den tollen Schlittenfahrten auf dem Bocksberg oder dem Mellenberg. ´Gut, dass wir damals noch nicht so viel Elektronik hatten wie die Kinder heute. Das war sicherlich ein Grund dafür, dass wir mehr draußen waren und miteinander viel erlebten´, kam es ihm in den Kopf. Heute, so fürchtete er, heute würden die Kinder weniger kreativ tätig sein und vor allen Dingen seltener draußen etwas mit ihresgleichen erleben. Gut, sie hatten sich auch mal geprügelt, aber kurz nach der Auseinandersetzung hatte man sich schon wieder zusammengerauft und die Nachmittage wieder miteinander verbracht. Wenn sich die Kinder heute über ein Computerspiel ärgern, so können sie es einfach beenden, ohne sich weiter damit auseinandersetzen zu müssen. Als Folge würden die Jugendlichen vielleicht später nicht so gut im Kollegenkreis zurechtkommen, überlegte Peter.

„Moin“ begrüßte Axel Peter kurz und knapp, als er an den Tisch kam. Er klopfte die Schneeflocken von seiner Jacke und hängte sie über einen der freien Stühle an Peters Tisch. „Schön, dass Du kommen konntest. Jetzt brauche ich erst einmal einen heißen Kaffee. Wollen wir uns auch ein Brötchen gönnen, oder hast Du schon gefrühstückt?“ Da Peters Frühstück schon recht lange her war, und er die zu sich genommenen Kalorien sicherlich beim Schneeschieben wieder verbraucht hatte, gingen sie gemeinsam zum Tresen und ließen sich den Kaffee, die Brötchen und einen Tee für Peter geben. Axel bezahlte das Bestellte und sie bahnten sich, Heißgetränke und Brötchenteller balancierend, ihren Weg zurück an den Tisch.

Als sie wieder Platz genommen hatten ergriff Axel gleich das Wort. „Mann, was ist das für ein toller Winteranfang, da konnte man sich ja heute Morgen schon richtig mit dem Schneeschieber ausarbeiten“ verkündete er fröhlich.
„In der Tat“ gab Peter ihm Recht, „im Moment macht es mir durchaus noch Spaß und im Endeffekt tut es mir gut, da ich mich sowieso zu selten draußen bewege. Außerdem habe ich gleich noch einen tollen Spaziergang anschließen dürfen, weil meine Batterie den Geist aufgegeben hat.“
„Warum hast Du denn nicht angerufen, ich hätte Dich doch abholen können?“
„Daran hatte ich auch erst gedacht, aber es war noch Zeit genug für einen Spaziergang durch die frische Winterlandschaft ins Dorf. Du könntest mich aber nach Hause fahren, wenn Du Zeit hast“ schlug Peter hoffnungsvoll vor. „Aber nun verrate mir endlich mal, was es so Geheimnisvolles gibt.“ ...

1710 Kling Qualityland

Marc-Uwe Kling: Qualityland,
Ullstein Verlag, 18,- €,
ISBN: 978-3-957-13094-5.

Marc-Uwe Klings neuer Roman ist eine „lustige Dystopie“ und erhältlich in zwei unterschiedlichen Ausgaben: ein schwarzer Einband für Pessimisten oder ein helles Grau für Optimisten. Seine Begründung: "Da sich mein neues Buch viel um Personalisierung und ihre Absurditäten dreht, kam mir schon früh die Idee, diese Personalisierung auch dem Roman selbst angedeihen zu lassen. Zwischen den eigentlichen Kapiteln, die in beiden Ausgaben identisch sind, befinden sich Empfehlungen, Nachrichten und Werbung, die voneinander abweichen. Am Ende des Romans findet sich ein Link, der zu den Unterbrechungen der jeweils anderen Ausgabe führt."

Der Protagonist Peter Arbeitsloser (alle Charaktere tragen den Beruf der Eltern als Nachnamen) ist ein „Unnützer“ im erfolgreichsten Land aller Zeiten, in dem nur Superlative erlaubt sind. Der allmächtige Versandhändler „TheShop“ beinhaltet alle Produkte, die das Herz begehrt und was es begehrt, wird von intelligenten Maschinen berechnet und an den Kunden per Lieferdrohne gesendet, bevor er es überhaupt weiß. Die Dating-Agentur „QualityPartner“ dient der Findung des perfekten Komplements, mit „OneKiss“ handhabt man sein Touchpad durch den individuellen Lippenabdruck, ein digitaler Assistent in Form eines winzigen Roboterwurmes im Innenohr kommentiert jegliches Handeln und Vorhaben, es gibt selbstfahrende und sprechende Autos, Androiden im Wahlkampf und vieles mehr.

Entdecken Sie selbst auf unterhaltsame Art wie nah sich Wahrheit und Fiktion sein können.

Dieser Buchtipp stammt aus der Buchhandlung Ida v. Behr, Im Alten Dorfe 31, 22359 Volksdorf
Tel.: 040 / 603 12 86, Fax: 040 / 603 83 43, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.buecher-behr.com

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