Terminkalender

Allan Taylor - Konzert
Samstag, 7. Oktober 2017, 20:00

 Allan Taylor - Konzert um 20 Uhr - Zusatzkonzert am 7.10.!

 
50 Jahre on the Road -
Seine treuen Fans haben es längst notiert: Allan Taylor, der Song Poet aus Brighton, kommt auch in diesem Jahr wieder nach Hamburg in die KunstKate, wieder mit einem Zusatzkonzert (am 7.10.).
Angesichts der begrenzten Raumkapazität wird empfohlen, trotz des zusätzlichen Termins den Vorverkauf zu nutzen: Karten   18 Euro inkl. PLatzreservierung

Nigel Schofield von Stockfisch schreibt zu Allans Album ALL IS ONE.
"Ich traue mich weit vor: dieses Album ist ein Meisterwerk. Seit über 40 Jahren hat Allan Taylor sich einen Namen als Singer, Songwriter und Gitterrist gemacht. In jeder Hinsicht ist er mit seiner neusten CD unzweifelhaft auf der Höhe seines Schaffens angelangt. Das sind Lieder mit Tiefe, Erkenntnis und Reife. Sie reflektieren, was Allan beschreibt als "zurückschauen auf den Weg, den du gereist bist, zu den Plätzen, an denen du warst, zu den Leuten, die du getroffen hast und nach vorne schauen, auf das, was von dem Weg noch übrig ist."
Passenderweise ist dieses Bild im ersten Song des Albums aufgegriffen, The Endless Highway. Der Titel ist paradox, denn während der persönliche Highway eines jeden einzelnen endet, kann er "den Traum zu jemand neuem weiterreichen", um die Reise fortzusetzen. In Allans Fall ist einer derjenigen, die seinen Traum teilten und ihn auf den richtigen Weg geschubst haben, Derroll Adams. Sein Song The Sky ist als eine 8,5-minütige rauschende Version inszeniert, ein großartiges Tribut an eine bedeutende, häufig unterschätzte Persönlichkeit. Es ist eine von zwei Coverversionen auf dem Album (zudem ist da noch Allans Übersetzung von Canzone del Ripensamento von Santino de Bartolo). Die zweite Coverversion ist eine untadelige Interpretation eines häufig gecoverten Titels seines Freundes, Tom Paxton, I Followed Her Into The West. Ein Song von enormer Sparsamkeit, bei dem ganze Erzählstränge von einem einzigen Wort oder einer Redewendung entwickelt werden. Diese Spitzfindigkeit ist normalerweise vernichtend, aber nicht in dieser Version, die jede Nuance hervorhebt.
Zu Recht dominieren (auf dem Album) Allans eigene Songs von Let The Music Flow, von der Freude, einen alten Freund wieder zu treffen (der besagte Freund, Vlado Kreslin, steuert dem Song eine Strophe in Slowenisch bei) über Plenty For The Few (hier wird die Erfahrung, einen Mann im Nebenbett in einem Krankenhaus in Leeds langsam sterben zu sehen zu einem Prismen-Glas für die weltweite soziale Ungerechtigkeit) bis hin zu The Best I Can, einem Liebeslied, das zugleich ein Leitsatz ist, geschrieben zwischen Aufnahme-Sessions und aufgenommen mit der unaufdringlichen Begleitung eines Pianos.
Solch ein mutiger Einsatz von völlig reduziertem Sound zusammen mit der Einbeziehung ungewöhnlicher Instrumente (Seemuschel-Schellen (Tintinnabulum), Streichpsalter, Violoncello) sind Teil des Geschicks und des Ideenreichtums, die kombiniert die atemberaubende und bewegende Klangkulisse des Albums kreieren.
Gewiss ist ein Grund um in meinem Eingangssatz das M-Wort zu gebrauchen die brillante Produktion dieses Albums. Der Klang ist räumlich, die Instrumentierung sparsam und ideenreich, die Arrangements originell und absolut angemessen.
Genau wie das Coverfoto, setzt der Klang des Albums (All Is One) Allan in eine offene Weite, die eine Idee für den Maßstab bietet ohne jemals den Fokus zu verlieren oder sich leer anzufühlen. Alles dies bringt uns zum Titelsong des Albums, ein siebeneinhalb-minütiges Lied mit einer Kaskade von gegensätzlichen, kontrastierenden und konfliktären Bildern, ebenbürtig dem Besten von Leonard Cohen, ein Dance Macabre (Totentanz) von Momenten des Lebens die zugleich intensiv persönlich und weltbewegend sind. Das Album hat die reichen Farben, die schillernde Brillanz und das ultimative Dahinschwinden von leuchtenden Herbstblättern, die auf einem schnell fließenden Strom getragen werden. Es ist ein triumphales Album von einem der großen Singer und Songwriter, das in gleicher Weise fesselnd und zutiefst überzeugend ist."

Ort KunstKate, Eulenkrugstraße 60-64