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Unvergessen: Citroën Typ H (1947 bis 1981). Foto: PSA/dpp-AutoReporter.

Der Citroën Typ H feierte vor genau 70 Jahren auf dem Pariser Automobilsalon 1947 seine Weltpremiere. Sein Erfolgsrezept war typisch für die Nachkriegszeit: Einfache Bauart, robuste Technik, Reduktion auf das Wesentliche und seine Vielseitigkeit machten den frontgetriebenen Kleintransporter zu einem Kassenschlager. Ob als rollender Verkaufswagen, Wohnmobil oder Feuerwehrfahrzeug - der Kreativität beim Einsatz des Citroën Typ H waren kaum Grenzen gesetzt. Bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1981 wurden rund 483.000 Exemplare gebaut. 

Im Juni 1948 begann die Kommerzialisierung des Kleintransporters mit der charakteristischen Wellblechkarosserie nach Art des legendären deutschen Flugzeugs ‚Ju 52‘. Je nach zulässiger Zuladung wurden verschiedene Typenbezeichnungen (H, HY, HX, HW, HZ und 1600) verwendet. 

Karosseriebauunternehmen, darunter auch einige in Deutschland, sorgten für Variationen des Typ H mit seinem tiefen Einstieg zum flachen Laderaum und dem U-förmige Versteifungsrahmen. Die verschiedenen Verlängerungen von Radstand und Überhang hinten erhielten die Bezeichnungen Modification A (40 Zentimeter Überhang) bis Modification F (1,2 Meter Radstandverlängerung und 60 Zentimeter Überhang). Dacherhöhungen von zehn, 20 oder 40 Zentimetern waren möglich. Ingenieur Pierre Franchiset und Konstrukteur André Lefèbvre realisierten auch ein Pritschenwagenmodell. Ab Werk gab es den Lieferwagen mit 4,28 Meter Länge und Fahrgestell mit Fahrerhaus. Die Drehstabfederung verschaffte dem Citroën Typ H neben der guten Straßenlage auch im unbeladenen Zustand einen hohen Federungskomfort. 

Große Verbreitung fanden die Varianten des Citroën Typ H im öffentlichen Dienst, beispielsweise als Fahrzeug der Feuerwehr oder der Post. Das Angebot der Karosseriebauer richtete sich vor allem an mittelständische Betriebe. Zum Einsatz kam der Citroën Typ H hier unter anderem als Planwagen (auch mit Doppelkabine), Autotransporter, Niederflurhubwagen, Verkaufswagen, Bus, Kühlwagen, Wohnmobil, Tiertransporter, Bestattungswagen oder auch als rollendes Labor. Zudem wurde in einigen Varianten die hydropneumatische Federung der DS an der Hinterachse eingebaut. 

Der Citroën Typ H verfügte über Motor und Getriebe des Traction Avant und später des DS - jeweils ‚rückwärts‘ eingebaut, also mit dem Motor vor der Vorderachse - und mit entgegengesetzter Motor-Drehrichtung. Auch Dieselmotoren von Perkins und Indénoor wurden angeboten. 

Bis zum 14. Dezember 1981 wurden insgesamt 483.308 Exemplare des Citroën Typ H in Frankreich (Quai de Javel /Aulnay-Sous-Bois), Belgien (Forest, 5343 Fahrzeuge) und den Niederlanden (circa 10.000 Fahrzeuge) gebaut. (dpp-AutoReporter/wpr)

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