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Mit einem Appell an die Hamburger Politik und Verwaltung hat die BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz
in Hamburg und Schleswig-Holstein an die Verantwortung für die Umsetzung der beschlossenen
Massnahmen der Hamburgischen Bürgerschaft zur Reduzierung der Belastungen aus dem Betrieb
des innerstädtischen Flughafens in Hamburg Fuhlsbüttel erinnert. Seit der Beschlussfassung des sogenannten
10-Punkte-Plan in 2014, den sogenannten 16-Punkte-Plan folgend in 2015 und den Bekundungen
im Koalitionsvertrag des aktuellen Hamburger Senats, hat sich bei den Belastungen der Bevölkerung
durch Fluglärm und Luftschadstoffe aus dem Luftverkehr keine Verbesserung ergeben. Die Anzahl der
Regelverstösse steigt kontinuierlich. Bei der Zahl der nächtlichen Verspätungen bei Starts und Landungen
werden Monat für Monat neue Negativrekorde erreicht.
„Die Entwicklung der gesamten Belastungssituation, verursacht durch den Betrieb des innerstädtisch gelegenen
Flughafens in Hamburg Fuhlsbüttel, steht im gänzlichen Widerspruch zu den politischen Absichtsbekundungen.
Von Januar bis Juli 2017 mussten mit 431 Landungen von Linien- und Touristikfliegern
nach 23 Uhr bereits mehr Regelverstöße festgestellt werden als im gesamten Jahr 2013. Dazu
kommt, dass im gesamten ersten Halbjahr 2017 lediglich in zwei Nächten, jeweils im Januar und März, nicht
gegen die Bahnbenutzungsregeln verstoßen wurde. Der Fluglärm hat in den vergangenen Jahren zwischen 6
und 22 Uhr um 22 % zugenommen und der besonders belastende Nachtlärm ab 22 Uhr ist sogar um 42 % angestiegen.
Diese Vielzahl der Regelverstöße zeigt uns eindringlich die katastrophal schlechte Einhaltung der
Gesamtregelung am Hamburger Flughafen“, zieht Martin Mosel, Sprecher der BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz
in Hamburg und Schleswig-Holstein das ernüchternde Fazit.
„Wenn die Schutzregeln derart penetrant missachtet werden, bedarf es eines strikten Verbotes. So ist die
Einführung und Umsetzung eines echten Nachtflugverbotes, werktags von 22 bis 6 Uhr und an Sonn- und Feiertagen
von 22 bis 8 Uhr, ein wirksamer Schutz der Bevölkerung vor vermeidbarem und damit verbunden unzumutbarem
Fluglärm, im Gegensatz zur jetzigen lockeren Beschränkung. Diese Maßnahme ist gleichsam
wirksam wie verhältnismäßig“, unterstreicht Mosel die Forderung der Betroffenen.
Die Hamburger Umweltbehörde hat zudem sicherzustellen, dass aufgrund der unzureichenden Luftqualität
im Stadtgebiet Minderungsmaßnahmen gegen alle Emittenten zu richten sind. Davon ausgenommen
scheint in Hamburg der Luftverkehr: „Mit behördlichem Segen beträgt der Zuwachs gesundheitsschädlicher
NOx innerhalb von drei Jahren fast 20 Prozent. Bis zum Jahr 2025 ist zudem mit Billigung der Umweltbehörde
sogar mit einem Anstieg des luftverkehrsbezogenen NOx-Ausstosses gegenüber dem Jahr 2014 von 56 Prozent
zu rechnen“, beklagt Mosel.

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