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kleibauer thilo

(red) Im November wurde dem Regionalausschuss Walddörfer mitgeteilt, dass die Wirtschaftsbehörde den Kahlschlag einer über 1 Hektar großen privaten Waldfläche in Volksdorf genehmigt hat. Hierbei handelt es sich um ein zwischen den Straßen Schmalenremen und Duvenwischen gelegenes Waldstück mit zum Teil über 100 Jahre alten bestandsbildenden Rotbuchen. Bislang wird dieses schmale Waldstück von der Stadt als naturschutzfachlich wertvoll eingestuft. In unmittelbarer Nachbarschaft soll zudem bald das Naturschutzgebiet „Duvenwischen“ ausgewiesen werden.

Der Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Thilo Kleibauer hat sich nun in einer Kleinen Anfrage nach dem genauen Hintergrund dieser waldrechtlichen Genehmigung erkundigt. Dabei verweist der Senat in seiner Antwort insbesondere auf die Gewährleistung der Verkehrssicherheit und zunehmende Starkastabbrüche auf angrenzende Wohn- und Kleingartengrundstücke an dieser Stelle. Ein vom Waldeigentümer beauftragtes Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass bei 151 von 275 Bäumen Fällungen notwendig seien.

Die Genehmigung wurde durch die Wirtschaftsbehörde bereits im Februar 2017 wirksam erteilt. Eine von der Bezirksversammlung Wandsbek gerade einstimmig geforderte Aussetzung der Genehmigung, bis weitere Prüfungen stattgefunden haben, sei nicht möglich. Der Senat führt in seiner Antwort weiterhin aus, dass die Fläche dauerhaft als Waldfläche zu erhalten sei. Sollte eine Naturverjüngung auf der Fläche nicht ausreichen, sind Ergänzungspflanzungen vorzunehmen. Eine entsprechende Kontrolle der Waldentwicklung wollen die Behörden allerdings frühestens nach fünf Jahren vornehmen.

Hierzu Thilo Kleibauer, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer:
„Der umfangreiche Kahlschlag eines so großen Waldbestandes kommt in Hamburg selten vor. Daher ist absolut nicht nachvollziehbar, dass dem Regionalausschuss die genehmigte Maßnahme erst jetzt vorgestellt wurde. An anderen Stellen wird häufig um jeden einzelnen Baum gerungen. Hier bekommt man dagegen den Eindruck, dass sehr schnell und ohne nennenswerte Auflagen die Genehmigung zum Kahlschlag erteilt wurde. Das ist erklärungsbedürftig. Natürlich klingt es erst einmal gut, wenn der Status als Waldfläche erhalten bleibt. Gleichzeitig geht aus der Antwort auf meine Anfrage aber auch hervor, dass seit 2010 bereits zweimal eine Bebauung dieses Waldes vorgeschlagen wurde. Daher müssen sich die zuständigen Stellen hier mit Nachdruck dafür einsetzen, dass keine verkehrssicheren Bäume abgeholzt werden und dass eine Wiederbewaldung erfolgt. Sonst bleibt der Verdacht bestehen, dass der rot-grüne Senat hier die nächste hochwertige Grünfläche zur Bebauung preisgibt.“

 

Anlage: Kleine Anfrage und Antwort „Kahlschlag in den Walddörfern – Hat die Stadt die ersatzlose Rodung einer Waldfläche genehmigt?“ ...

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