Blue Flower


Wie können Verbraucher in der kalten Jahreszeit ihr Zuhause behaglicher machen, ohne mehr Geld fürs Heizen ausgeben zu müssen? Die Verbraucherzentrale erklärt, wo Energie verloren geht und gibt Tipps zum Energiesparen in der kalten Jahreszeit.

Schwachstelle Nr. 1  -  die Heizungsanlage

Die größte Schwachstelle vieler Häuser befindet sich meist im Heizungskeller. Veraltete oder schlecht eingestellte Heizungen verbrauchen unnötig viel Energie. Eine Neuanschaffung bei kalten Temperaturen ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn das System komplett ausfällt.

Eine funktionierende Heizung sollte auf den tatsächlichen Wärmebedarf des Haushalts eingestellt sein. Häufig wird das Heizwasser viel stärker erwärmt als nötig. Oder es ist noch eine alte Heizungspumpe installiert, die zu viel Strom frisst. Bis zu 80 Prozent des Stromverbrauchs einer Heizungsanlage lassen sich durch den Einbau einer Hocheffizienzpumpe einsparen. Oder die Rohrleitungen und Armaturen der Heizung sind schlecht gedämmt. "Eine Rohrleitung ist dann gut gedämmt, wenn die Dämmung etwa so dick ist wie das Rohr selbst", erläutert Steffen Jenner, Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg. Gerade in unbeheizten Räumen und Heizungskellern sollten Rohre eine ordentliche Dämmung haben.

Schwachstelle Nr. 2  -  die Fenster

Zieht es am Fenster, wird es kalt und unbehaglich. Der ungewollte Luftaustausch lässt sich meist verhindern, indem die Fensterflügel und die Verriegelung vom Fachmann nachgestellt werden. Er sollte auch defekte sowie alte Profildichtungen prüfen und gegebenenfalls austauschen. Undichte und nicht gedämmte Rollladenkästen bieten ebenfalls ein Einfallstor für kalte Luft. Nachträgliches Abdichten und Dämmen ist hier ebenfalls ratsam.

"Bei allen Bemühungen, die kalte Luft draußen zu lassen, darf allerdings das gezielte Lüften nicht auf der Strecke bleiben", warnt der Energieberater. "Die relative Luftfeuchtigkeit sollte in Wohnräumen nicht dauerhaft über 60 Prozent liegen. Mit einem Hygrometer lassen sich die Werte gut kontrollieren."

Schwachstelle Nr. 3  -  die Dämmung

Für eine groß angelegte Dämmung der eigenen vier Wände ist es im Winter zu spät. Diese sollte besser im Frühling oder im Sommer durchgeführt werden. Doch kleine nachträgliche Dämmarbeiten lassen sich auch in den Wintermonaten umsetzen. Die Kellerdecke etwa kann oft einfach von der Unterseite gedämmt werden. Ist der Dachboden nicht beheizt, lässt sich die oberste Geschossdecke von oben dämmen.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg spüren unnötige Energieverluste auf und geben konkrete Tipps zu deren Beseitigung. Verbraucher können sich für die sogenannten Heiz- und Gebäude-Checks an der Energie- und Klimahotline unter (040) 24832-250 (Ortstarif) anmelden oder Auskunft zu dem Angebot erhalten. Weitere Infos auch unter www.vzhh.de.

Hinweis: Die Energie- und Klimahotline wird zu 100 Prozent von der Behörde für Umwelt und Energie gefördert. Die Persönliche Energieberatung sowie die Energie-Checks werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.