151231 jahresrueckblick

(ms) Und schon wieder ist das Jahr fast zu Ende. Wie in den vergangenen Jahren auch, gibt es im Volksdorf Journal wieder einen Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres im Nordosten von Hamburg.

Wenngleich das Jahr 2015 eher ruhig begann, einmal abgesehen von einem gesprengten Briefkasten und dem heiß diskutierten Thema der neu eingeführten Gebührenpflicht für das P+R-Haus am Volksdorfer Bahnhof, so gewannen im Laufe des Jahres die Themen 'Flüchtlinge' und schließlich 'Olympia' auch in Volksdorf immer mehr an Gewicht.

Im JANUAR startete die Berichterstattung im Volksdorf Journal wieder mit dem Silvesterlauf. Wenn auch die Ausnahmezahl der 1.400 Teilnehmer zum Jubiläumslauf im Vorjahr nicht erreicht wurde, so waren es diesmal doch immerhin 1.184 Läuferinnen und Läufer, und damit mehr als 2013, wo sich 1.160 Teilnehmer eingefunden hatten.
Franziska Hoppermann (CDU) nahm dann Stellung zu einem Saseler Thema: "Wir haben uns in etlichen Gesprächen mit den Saseler Einrichtungen persönlich sehr stark für diesen Jugendclub eingesetzt und unser Wort gegeben, ihn zu realisieren. Dass die SPD nun einen Rückzieher macht, ist für mich nicht nachvollziehbar."
In der Silvesternacht wurde der Briefkasten Ecke Saseler Weg - Foßsölen von Unbekannten offensichtlich mittels sehr großer Böller oder anderen Explosionsstoffen gesprengt. Die Hoffnung der Anwohner auf einen neuen Briefkasten wurde später erfüllt.
Unter der Überschrift ' Gut Ding will Weile haben ...' stand ein Artikel in dem berichtet wurde, dass das im Osten von Volksdorf gelegene Kiebitzmoor vom Hamburger Senat zum Naturdenkmal erklärt worden war.
Mit den Worten "Es ist ja mittlerweile gute Tradition zum Jahresbeginn die Menschen einzuladen, mit denen wir über das ganze Jahr hinweg im Kontakt sind, und es ist die Gelegenheit, sich für gute und verlässliche Zusammenarbeit zu bedanken und das Engagement derer zu würdigen, die uns unterstützen" begrüßte Birgit Schröder die Gäste des diesjährigen Neujahrsempfanges im Senator-Neumann-Heim.
Und auch ein zweiter Neujahrsempfang war Thema unserer Berichterstattung. Kaum ein zweites Mal im Jahr gibt es die Gelegenheit, so viele Menschen in einem Raum zu treffen, die etwas im Hamburger Nordosten "bewirken", wie beim Neujahrsempfang des Walddörfer Sportvereins. Auch in diesem Jahr hatte der Verein wieder die Vertreter des Senats, der Parteien, der Vereine und Institutionen zu der traditionellen Veranstaltung eingeladen. Über 200 Gäste hatten zugesagt.
Dann ging es los mit der heißen Phase der Diskussion um die Parkgebühren. Der erste Artikel hierzu beim Volksdorf Journal stand am 23. Januar unter der Überschrift ' Rot-Grün will Parkchaos in Volksdorf weiter verschärfen'. Hierzu erklärte der Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Thilo Kleibauer: "Die Einführung der Park+Ride-Gebühren war ein Riesenfehler des SPD-Senats und muss korrigiert werden."
Im Januar gab es dann auch die erste Ausgabe des Volksdorf Journal als eBook. Seitdem erscheint am Sonnabend immer ein Rückblick auf die wichtigsten Themen der Woche und am Beginn eines Monats der Rückblick auf verschiedene Themen in Form des "elektronischen Papiers" zum gemütlichen Durchblättern am Bildschirm, oder auch zum Ausdrucken.
Unter der Überschrift ' Hochkarätiges Klassikkonzert in der Begegnungsstätte Bergstedt - Tonali macht’s möglich!' berichteten wir über einen ausgebuchten Konzertabend, und natürlich durfte auch in diesem Januar nicht die gute Nachricht fehlen, dass der 14. "Lebendige Adventskalender" in Volksdorf Spenden in Höhe von 3.800 Euro erbracht hat, die dem Kinderheim Erlenbusch und er Stiftung Koralle zugutegekommen sind.
Dem "Dialog mit Bürgern" (einer Veranstaltung des Bürgervereins Walddörfer) stellten sich diesmal - kurz vor der Hamburger Wahl - die beiden Volksdorfer Mitglieder der Bürgerschaft Dr. Andreas Dressel (SPD) und Thilo Kleibauer (CDU). Anders als bei anderen Veranstaltungen dieser Art war die Räucherkate diesmal mit rund 60 Zuhörern erfreulich sehr gut besetzt.
Den Abschluss der Berichterstattung im Januar bildete ein Artikel, in dem es um einen erneuten Erfolg der StS Meiendorf ging, diesmal beim Curling. Die Mannschaft hatte sich hatte sich für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Später erreichten die Schüler dort den 4. Platz.

Der FEBRUAR startete mit einem Video vom neuen "Walddörfer Waldherren", der traditionsgemäß am Beginn des Jahres beim vom Verein DE SPIEKER veranstalteten "Waldherrenmahl" mit dem Hammerschlag sein einjähriges Amt antritt. Diesmal war es der Hamburger Finanzsenator Peter Tschentscher.
Das Thema "Parkgebühren im P+R-Haus" beschäftigte uns weiter, diesmal zunächst allerdings mit der positiven Meldung " Freiparken am Sonnabend im Parkhaus Volksdorf - Markt und P+R-Gesellschaft machen es möglich!". Anschließend aber schon wieder eine kritische Stimme von Thilo Kleibauer (CDU), der feststellte: "Mit den Park+Ride-Gebühren der Hamburg SPD wird das Umsteigen auf den HVV teurer und unattraktiver. Die P+R-Anlagen werden kaum noch genutzt und die parkenden Autos der Pendler verstopfen jetzt umliegende Wohnstraßen. Dies macht wenig Sinn". Dieser Feststellung folgte dann noch postwendend ein Leserbrief von dem u.a. als Veranstalter des VOLKSMARKTES bekannten Siegfried Stockhecke, der feststellte: "Die Nutzung sollte so einfach wie möglich sein: öffentlich geregelt, keine privatisierenden Regelungen im Sinne der bisherigen konzeptionellen Aufgabe, den Verkehrsstrom in die Innenstadt entlastend und darüber hinaus die Nutzung des ÖPNVs für den Bürger attraktiv machend. Die fortlaufenden Gebührenerhöhungen bewirken allerdings das Gegenteil."
Die Frage "Was wird aus der Vereinigung Duvenstedt?" stellte sich, als bekannt wurde, dass der 1. Vorsitzende des im Max-Kramp-Haus beheimateten Duvenstedter Vereins Andreas Valjavec mit sofortiger Wirkung zurückgetreten war. Zeitgleich stellte auch der Leiter der dortigen Theatergruppe Roland Seifert sein Amt zur Verfügung. Aber auch Positives gab es aus Duvenstedt zu berichten: Der Anbau am Max-Kramp-Haus, für den das Bezirksamt einen Zuschuss von 200.000 Euro bewilligt hatte, und Spender sich mit 42.000 Euro beteiligten, nahm im Februar Gestalt an.
Am Montag, dem 23.02.2015, trafen sich erstmalig Schülerinnen und Schüler in der großartigen Aula der Grundschule des Gymnasiums Buckhorn, um sich gegenseitig verschiedene Darbietungen auf der Bühne vorzuführen. Fast 200 Kinder zeigten mit großer Begeisterung ihr Können in 8 Gruppen aus 5 Wandsbeker Schulen in einem gut einstündigen Programm.
2014 wurde die FF Meiendorf 75-mal alarmiert. Das ergab der Jahresbericht der Wehr, den Armin Schack der damalige Wehrführer, der sein Amt derweil an seinen Nachfolger Ralf Lange abgegeben hat, beim Volksdorf Journal einreichte. Darunter waren folgende Einsätze: Feuer (FEU) 26, Wetterbedingte Einsätze (Wetter) 18, Feuer mit Menschenleben in Gefahr (FEUY) 3, Technische Hilfeleistung (TH) 1, Feuer klein (FEUK) 22, Technische Hilfe klein (THK) 2, Feuer gemeldet durch Brandmeldeanlage (FEUBMA) 3, Brandschutz 54, Technische Hilfe 21, gesamt 75.
Dann bekam die FDP-Alstertal-Walddörfer noch eine neue Spitze: Am 24. Februar hat der Kreisverband turnusgemäß für die nächsten zwei Jahre einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Kreisvorsitzende Hans-Richard Daniel hatte sein Amt abgegeben. Zum neuen Vorsitzenden wurde Frank Mario Stussig aus Volksdorf gewählt. Der Poppenbütteler Dirk Mehldau rückte vom Beisitzer zum stellvertretenden Vorsitzenden auf. Der langjährige Schatzmeister Dr. Volker Diedrich aus Ohlstedt wurde in seinem Amt bestätigt. Als weitere Beisitzer wurden gewählt: Uschi Mock, Wolfgang Schwan, Torsten Domroes, Gerhard Dannemann.

Anfang MÄRZ bestätigte die Junge Union Walddörfer ihren Vorsitzenden Niclas Heins, der einstimmig zum Ortvorsitzenden gewählt wurde. Nach seiner Wahl sagte er: "Nach der schmerzlichen Wahlniederlage wollen wir uns als Junge Union aktiv an der Neuausrichtung und dem Wiederaufbau der CDU einsetzen und einbringen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, deren Zahl über die letzen Jahre stetig wächst, wollen wir uns in Volksdorf und den Walddörfern für ein besseres Angebot für junge Menschen einsetzen".
Um die Kröten rund um den Moorredder ging es dann in einem Bericht von Heinz-Werner Steckhan vom NABU.
"Tierisch" ging es dann weiter mit einem Artikel über die "Dicken" aus dem Museumsdorf. Durch Vermittlung der Revierförsterei Volksdorf hatte das Museumsdorf Volksdorf vom Energiekonzern Vattenfall einen Auftrag zum Holzrücken bekommen. In den Bereichen Höltigbaum und Volksdorf wurden unter den Überlandleitungen Bäume gefällt, da sie zu hoch wuchsen und zu nahe an die Leitungen kamen. Der Einsatz von großen Maschinen kam zum Abtransport vielfach nicht infrage denn es steht nur eine schmale Wegbreite zur Verfügung. Also eine ideale Aufgabe für die Schleswiger Kaltblutpferde des Museumsdorfes.
Mit den Worten "Liebe Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Damen und Herren" begann ein Schreiben, das eine Maßnahme ankündigt, die viele Autofahrer nicht ganz glücklich machte. Die Meiendorfer Straße wurde zwischen Schirhornstieg und dem Spitzbergenweg grundhaft instandgesetzt, wie es im "Behördendeutsch" heißt. Unter anderem wurde ein Kreisverkehr an der Ecke Meiendorfer Straße / Spitzbergenweg gebaut, was die lange Bauzeit (bis zum September) erklärte.
Dann erschütterte ein Meldung die Volksdorfer: Die Post wird geschlossen! Dazu meinte Thilo Kleibauer (CDU): "Das ist eine ganz schlechte Nachricht für Volksdorf, wenn die Post den traditionellen Standort in der Weißen Rose schließt. Die Informationspolitik ist katastrophal. Dafür, dass über einen längeren Zeitraum Gespräche über den Mietvertrag geführt wurden, wirkt die Post ziemlich planlos. Postbank und Post haben im letzten Jahr klar gesagt, dass sie ein hohes Interesse daran haben, in Volksdorf zu bleiben. Hier müssen sie jetzt schnell Klarheit schaffen und eine Ersatzlösung finden." Diese wurde dann ja schließlich auch gefunden, durch einen Umzug in die Eulenkrug Passage, was viele Volksdorfer allerdings bisher immer noch als schlechte Ersatzlösung ansehen. Auch Christiane Blömeke (GRÜNE) bedauerte die Schließung: "Die Schließung der Post in Volksdorf ist ein großer Verlust für den Stadtteil und für die Menschen des Stadtteils. Gerade die Post in Volksdorf war so gut besucht, dass längere Warteschlangen zum Alltag gehörten. Es bleibt wohl das Geheimnis der Postbank warum ausgerechnet diese Filiale geschlossen wird - an der Besucherzahl kann es nicht gelegen haben. Aber insbesondere ärgere ich mich darüber, dass es Ende 2013 in einer von mir gestellten Anfrage noch hieß, dass es keine Pläne gibt die Post in Volksdorf zu schließen."
"Der Wochenmarkt im 'Teufelskreis'?" war die Überschrift eines Artikels von Wulf Denecke, der sich mit den nach wie vor bestehenden Problemen des beliebten Wochenmarktes befasste: Erste ambulante Händler geben bereits auf, weil der verbleibende umsatzstarke Sonnabend nicht ausreicht, um ihnen ausreichende Gewinne zu garantieren. Eine andere Schwierigkeit hängt damit zusammen, dass Frischgemüse, Obst und andere leicht verderbliche Ware, die am Sonnabend nicht verkauft wird, nur mit erheblichen Qualitätseinbußen und Verlusten eine Woche gelagert werden kann. Dann dauert es nicht lange, dass die nächste Stufe greift: Schon wenn nur ein Viertel der Ambulanten aufgibt, bleiben auch Kunden weg, denen das Angebot nicht mehr reichhaltig genug erscheint. Das bedeutet, dass schließlich auch die Umsätze am Wochenende zurückgehen...
Etwas Positives gab im März aber auch noch zu berichten: Große Freude gab es bei der Begegnungsstätte Bergstedt und dem Gärtnerhof am Stüffel, die Axel Hagena, Filialleiter der Hamburger Sparkasse am Volksdorfer Damm 180, am 19. März 2015 gerne teilte. Die Haspa in Bergstedt hatte die Begegnungstätte Bergstedt mit 2500 Euro und den Gärtnerhof am Stüffel mit 1600 Euro aus dem LotterieSparen unterstützt.

Und ebenso erfreulich ging es im APRIL weiter. Zum fünften Mal beteiligten sich Mitglieder des Club65 der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft an der großen Aktion "Hamburg räumt auf". So trafen sich 24 gutgelaunte Senioren vor dem Treffpunkt65 an der Waldherrenallee. Sie schwärmten in alle Richtungen aus, gut gerüstet mit Müllsäcken, Handschuhen und Müllsammelzangen. Die Bilanz: 31 gefüllte Müllsäcke und ein Tannenbaum!
Im April 2015 startete auch eine neue, von Wulf Denecke initiierte Veranstaltungsreihe in der Ohlendorff'schen Villa: Als lebendige Diskussionsrunde und anregender Wochen-Auftakt ist „Volksdorf offline" konzipiert. Mit Ami Dose, der verdienstvollen Gründerin der Hamburger Tafel, ging das Konzept in „nachahmlicher" Weise auf. Die gut besuchte Veranstaltung bildete den Auftakt zu vielen folgenden Montagabenden mit ganz verschiedenen Themen, die inzwischen ihr Stammpublikum gefunden haben.
Dann konnten wir von hilfreichen Einsatz berichten: Zugunsten syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge sowie des Vereins „Wünsch dir was", der schwerkranken Kindern Herzenswünsche erfüllt, hatte eine Benefizshow am Gymnasium Oberalster (GOA) stattgefunden. „Es war ein voller Erfolg", schwärmt Luisa Hansch, eine der Hauptorganisatorinnen. Die Veranstaltung ist komplett von Oberstufenschülern organisiert worden. „Wir hatten ein begeistertes, großes Publikum - und es kam eine Spendensumme von 1.227 Euro zusammen."
Im Wagnerhof des Museumsdorfes Volksdorf fast alle Stühle belegt bei der alljährlichen Mitgliederversammlung des Vereins "De Spieker". Und es gab wahrlich wieder viel Positives zu berichten: Die Einnahmen wurden im Vergleich mit dem Vorjahr erheblich gesteigert, was unter anderem an dem Spendenaufkommen, aber auch an der stark gestiegenen Zahl der Führungen über das Gelände lag. Die Ausgaben hingegen konnten reduziert werden (vor allen Dingen im Bereich der Betriebskosten, der Instandhaltung und der Investitionen). Auch die Mitgliederzahl hat sich erneut positiv entwickelt. Annähernd 2.200 zählt der Verein derweil.
Eine große Ehrung gab es dann für die an der Restaurierung und Sanierung der Ohlendorff'schen Villa beteiligten Personen: Bei einem Festakt im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft überreichte Caroline Weiss, Mitglied des Arbeitskreises Denkmalschutz der Gesellschaft, eine Plakette an Marc Schauenburg, den Geschäftsführer der Firma, die seinerzeit das Gebäude erworben hatte und mit erheblichem Aufwand aus einem ehemaligen Ortsamt in eine Kultur- und Begegnungsstätte verwandelte.
Und erneut fand man einen Volksdorfer in den Schlagzeilen: Am Sonnabend, dem 19.04.2015, hatte die Junge Union Hamburg ihren Hamburgtag abgehalten. Dabei wurde der Ortsvorsitzende der Jungen Union Volksdorf/Walddörfer Niclas Heins zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.
Dann gab es aber schon wieder Negatives: " Das "Kundenzentrum" soll im Sommer geschlossen bleiben" lautete die Überschrift eines Artikels, in dem Thilo Kleibauer (CDU) eine Entscheidung des Bezirksamtsleiters Thomas Ritzenhoff rügte: " Wieder einmal will der SPD-Bezirksamtsleiter den Service des Kundenzentrums Walddörfer drastisch einschränken. Genau dann, wenn die Nachfrage besonders hoch ist, soll das Volksdorfer Kundenzentrum für zwei Monate komplett geschlossen werden. Das ist absurd und nicht akzeptabel. Uns allen ist noch in guter Erinnerung, dass die Pläne zur Schließung des Kundenzentrums Walddörfer vor zwei Jahren durch ein Bürgerbegehren gestoppt wurden. Damals wurde vereinbart, dass im Einzelfall eingeschränktere Öffnungszeiten bei personellen Vakanzen möglich sind. Eine komplette Schließung für 9 Wochen geht weit darüber hinaus. Wieder einmal sind die Bürger in den Walddörfern die Leidtragenden. Hier wird massiv an der bürgernahen Verwaltung gespart, während die rot-grüne Koalition im Rathaus neue Behörden und Posten schafft. Das ist der falsche Weg!"
Auch früher war Volksdorf schon von Reduzierungen des öffentlichen Serviceangebotes betroffen. Von dieser Zeit berichtete der nächste Artikel. Die Stiftung Ohlendorff'sche Villa hatte dazu aufgerufen, dass sich Eheleute bei ihr melden, die vor der Schließung des Volksdorfer Standesamtes dort getraut wurden. Insgesamt meldeten sich 65 Paare. Der weiteste elektronische Brief mit Foto kam aus Australien. Auch aus anderen Gegenden Deutschlands kam Post, vor allem aber aus den Walddörfern. Eines der letzten Brautpaare, das sich vor Schließung des dortigen Standesamtes im damaligen Ortsamt der Walddörfer das Ja-Wort gab, waren 1975 Hildegard und Wolfgang Meyer. 40 Jahre nach dieser Trauung durch den Standesbeamten Werner Kruppa gab es im Juni dieses Jahres erstmals wieder eine Trauung in der Ohlendorff'schen Villa.

Der MAI startete beim Volksdorf Journal mit einem Bericht vom 6. Wandsbeker Radsportcup der 3. und 4. Klassen.
Und sportlich ging es weiter mit einem Artikel unter der Überschrift "Meiendorfer Schulen dominieren Zehntel-Marathon". Erstmals gelang dem Gymnasium Meiendorf der Sprung ganz oben auf das Siegerpodest. In der Addition der zehn schnellsten Läufer brachten sie es auf 2:49:31 Stunden. Mit Jonas Blank hatte das Gymnasium Meiendorf zudem einen der überragenden Läufer der Veranstaltung. Bereits nach 14:23 Minuten erreichte er das Ziel an den Messehallen – Platz drei der Gesamtwertung.
Der Vorhang von grauen Wolken hatte sich gerade verzogen, als die Pferdekutsche aus dem Museumsdorf Volksdorf um kurz vor halb sieben Uhr mit der Feuerwehr-Mannschaft zum "Einsatz Maibaum" auf der Wiese vor der alten Schmiede anrückte. Das war in einem Bericht über das Aufstellen des Maibaums in Volksdorf zu lesen. Die Regenschirme verschwanden an dem Abend des 30. April nach und nach aus dem Bild, und die Feuerwehrleute schafften es erstaunlich schnell, gemeinsam mit Museumswart Egbert Läufer, den Maibaum in Position zu bringen. So konnte dann das alljährliche Fest beginnen.
Volksdorf ist ja in den letzten Jahren oft verschont geblieben, wenn es Unwetter über Hamburg gab. Am Dienstag, dem 05. Mai 2015, um 17:25 Uhr aber hat es "das Zentrum der Walddörfer" dann doch heftig erwischt. Tief Zoran tobte sich über Volksdorf aus und sorgte innerhalb von rund 15 Minuten für überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, abgedeckte Dächer und viele umgestürzte Bäume.
Wesentlich besser war das Wetter dann beim Crosslauf der 1. und 2. Klassen in Wandsbek-Nord, der am 05. Mai 2015 in Wohldorf-Ohlstedt stattgefunden hat. In diesem Jahr nahmen 763 Kinder teil, eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl.
Mit einem Festakt wurden am 08. Mai die beiden Erweiterungsbauten des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses in Volksdorf feierlich eingeweiht. Damit begann für das traditionsreiche Krankenhaus in den Walddörfern ein neues Zeitalter, nachdem in den vergangenen drei Jahren auch im Bestandsgebäude zahlreiche Bereiche grundlegend modernisiert worden waren. Mehr als 200 Gäste kamen zur Einweihung, darunter Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff sowie weitere hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung, Gesundheitswirtschaft, Gesellschaft und Diakonie, Kooperationspartner und Mitarbeiter.
Rund 70 Gäste folgten der Einladung der LINKEN zu ihrem Frühjahrsempfang - sowohl aus der eigenen Partei, als auch von anderen Parteien und verschiedenen Institutionen.
Fast ebenso viele Mitglieder waren zur diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Vereinigung Duvenstedt e. V. gekommen, die am Mittwoch, dem 29.04.2015, im Max-Kramp-Haus stattfand. Nachdem bereits Anfang des Jahres der damalige Vorsitzende Dr. Andreas Valjavec sein Amt niedergelegt hatte, der amtierende Vorsitzende Detlev Krüger nicht mehr zur Verfügung stand und die langjährige Kassiererin Monika Stechmann schon längerfristig angekündigt hatte, nicht erneut zu kandidieren, war die Vereinigung Duvenstedt stolz, einen neuen Vorstand präsentieren zu können: Neuer 1. Vorsitzender ist Rainer Klemp, zum 2. Vorsitzenden wurde Knut Reher gewählt. Das Amt des Kassierers hat nun Jan Fikota inne, und Andrea Kluge bleibt weiterhin Schriftführerin.
Ein Gruppenbild mit Dame gab es dann Mitte Mai: Zwei Steinmetzen und die „Offiziellen" der Stiftung Ohlendorff'sche Villa, Stiftungsratsvorsitzender Gerhard Hirschfeld sowie die Vorstandsmitglieder Dr. Karl-Heinz Belser und Ernstwalter Clees, nahmen mit Renate Goedecke eine großzügige Spenderin in ihre Mitte. Sie hatte eine neue Abdeckung für einen der Pfeiler an der Auffahrt finanziert.
Wenige Tage nach der Neueröffnung des „BrookHus", das eine komplett neu gestaltete, interaktive und moderne Ausstellung zeigt, feierte der NABU Arbeitskreis Walddörfer sein 30-jähriges Bestehen. Etwa 60 geladene Gäste, unter ihnen Vertreter der derzeit aktiven Mitglieder, sahen zurück auf drei Jahrzehnte erfolgreichen Naturschutz in den Walddörfern.
Am Dienstag, dem 26. Mai, ging es in der Aula des WdG wieder um ein schon lange in Volksdorf recht hitzig und kontrovers diskutiertes Thema. Die Emotionen kochten auch an diesem Abend teils recht hoch, als die mögliche Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Ferck'schen Hofes am Buchenkamp vorgestellt wurde. Rund 100 Interessierte waren der Einladung des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirksamt Wandsbek gefolgt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Bürgerbeteiligung vor Ort: Buchenkamp - Rahmenbedingungen für eine verträgliche Bebauung am Buchenkamp". Am ganzen Abend gab es von Seiten der Anwesenden Bürger nicht eine positive Äußerung bezüglich einer eventuellen Bebauung entlang des Buchenkamps. Ein Großteil der Anwesenden hatte offensichtlich das Gefühl, dass es auch bei dieser Veranstaltung zur möglichen Bebauung am Buchenkamp wieder nicht darum ging zu klären, ob das unter Landschaftsschutz stehende Gelände in Bauland umgewandelt wird, sondern dass diese Entscheidung schon feststeht.
"Eine befriedigende Lösung kann ich hier nicht vorstellen", so begann der Referentenvortrag zur Planung des schwierigsten Verkehrsknotenpunktes in Volksdorf. Rund ein halbes Jahr hatte ein Ingenieurbüro alle Möglichkeiten durchgeplant, aber auch nach dieser umfangreichen Arbeit haben die Fachleute keine wirklich gute Lösung für den Bereich Halenreie / Kattjahren / Waldweg präsentieren können. Insgesamt laufen die konkreten Planungen für diesen neuralgischen Bereich schon fast 3 Jahre (das Volksdorf Journal berichtete mehrfach), die Diskussion darüber schon viele Jahre länger. Eigentlich aber kann man feststellen, dass der Verkehr dort mit der "temporären" Ampellösung inzwischen ja auch recht gut läuft, einmal abgesehen von der zu kurzen Linksabbiegespur in Richtung Waldweg, deren Verlängerung wohl möglich wäre, wenn ein Baum und des Rest eines anderen entfernt würden.

Anfang JUNI gab es zunächst einen Artikel über die Walddörfer NABU-Gruppe, die mit 19 Ehrenamtlichen einen Sonnabendvormittag nutzten für ihren vierten Bachaktionstag an der Moorbek.
Dann berichteten wir von der großartigen Stimmung beim '9. Grundschul-Crosslauf' in Volksdorf, bei dem 10 Schulen mit Kindern aus insgesamt 34 3. und 4. Klassen teilnahmen. Es gab wiederum keine Stürze bei den, bei Crossläufen üblichen, Massenstarts von 40 bis 80 Kindern.
Mit den Worten "Dichte Hecken und eine Einfahrt – viel mehr ist von der Straße aus nicht zu sehen. Dahinter liegt ein ganz besonderer Ort: Die Volksdorfer Adresse Langenwiesen 15 gilt als Synonym für eines der letzten Künstlerhäuser in der Hansestadt." begann ein Artikel über Vergangenheit und Zukunft vom Künstlerhaus Maetzel.
Im Juni konnte dann noch Erfreuliches vermeldet werden: Das Hockey-Team des Gymnasiums Oberalster (GOA), bestehend aus Jungen der Jahrgänge 2000 bis 2003, ist beim Finale der Hamburger Meisterschaften im Feldhockey Vizemeister geworden.
Nicht so erfreulich fanden viele, dass die Parkzeiten rund um den Volksdorfer Wochenmarkt jetzt auch außerhalb der Wochenmarktzeiten eingeschränkt sind. Hierzu meinte der Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Thilo Kleibauer: "Mit der Einführung der Park+Ride-Gebühren im letzten Sommer hat sich der Parkdruck auf andere Flächen im Ortskern erkennbar verlagert. Die Begrenzung der Parkzeiten im Bereich Halenreie/Kattjahren wird dieses Problem weiter verstärken und nicht lösen. Dauerparker werden auf Wohnstraßen oder Privatflächen ausweichen. Daher ist der jetzige Schritt absolut nicht durchdacht. Die Einführung der Park+Ride-Gebühren war ein Riesenfehler des SPD-Senats und muss endlich korrigiert werden, damit das Umsteigen auf den Nahverkehr attraktiv bleibt."
Diese Probleme waren vor rund 100 Jahren noch unbekannt, auch zu den damaligen Festen werden die Kutschen einen Parkplatz gefunden haben. In diese Zeit fühlten sich rund 1.800 Besucher der Johannishöge im Museumsdorf Volksdorf zurückversetzt. Unter anderem gab es an diesem Tag eine Kutschfahrt durch das Dorf mit vielen schönen Kutschen des Museumsdorfes, gezogen von prächtigen Kaltblütern. Diese zogen die hohen Herrschaften auf den Kutschen auch zur Ohlendorff'schen Villa, wo sie auf der Auffahrt problemlos einen Parkplatz fanden.

Im JULI war es dann erst einmal heiß, zum Beispiel beim Sommerempfang der SPD-Bezirksfraktion in Wandsbek, der an einem wunderschönen Sommerabend auf dem Rasen vor der Ohlendorff'schen Villa stattfand. Zum Beginn waren es über 30 Grad mit schwach fallender Tendenz bis zum späten Abend.
Das schöne Wetter hielt an, wovon auch die 'Zukunftsmeile' profitierte. Am Sonnabend, dem 04. Juli 2015, fand die bereits die 17. Veranstaltung dieser Art in der Weißen Rose statt. Organisiert hatte sie wie immer der umtriebige Volksdorfer Siegfried Stockhecke. Diesmal stand sie unter dem Motto "Zukunft braucht Ideen - sagen, zeigen, beteiligen". Allerdings gerade mit der Beteiligung war der Veranstalter auch in diesem Jahr wieder nicht ganz zufrieden. Zum Beispiel vermisste er erneut einen Informationsstand der Polizei, Ansprechpartner der Behörden (zum Beispiel des Bezirksamtes) und andere.
Auch bei der nächsten Veranstaltung war das gute Wetter höchst willkommen. Zum dritten Mal in Folge gewannen die Schüler der Sportbetonten Grundschule Islandstraße die Hamburg City Kids, Deutschlands größten Schülertriathlon.
Sicherlich ein tolles Erlebnis für die Schüler. Wahrscheinlich aber noch willkommener war der Beginn der Ferien. Das Volksdorf Journal war dabei, als sich die meisten der über 1.000 Schüler des Walddörfer-Gymnasiums am 15. Juli 2015 im Innenhof versammelt hatten, um, wie jedes Jahr am letzten Schultag vor den Sommerferien, noch die Schüler zu ehren, die im Laufe des Schuljahres herausragende Leistungen vollbracht hatten. Und davon gab es erneut viele an dieser Schule, die bereits auf eine 85-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Anfang AUGUST erschreckte dann ein Informationsblatt der Behörde für Inneres und Sport viele, vor allen Dingen viele Ohlstedter. In dieser Ankündigung wurde darauf hingewiesen, dass auf dem Ohlstedter Platz durch die Bundeswehr kurzfristig Zelte mit einer Kapazität von bis zu 420 Plätzen für Flüchtlinge aufgestellt werden sollten.
In Volksdorf hingegen gab es gute Nachrichten. Endlich gab es im Ortszentrum wieder einen Briefkasten. Die beiden gelben Kästen, die mit dem Auszug der Postbank aus ihren Räumen in der Weißen Rose verschwunden waren, wurden nun an der Ecke Im Alten Dorfe / Claus-Ferck-Straße erneut aufgestellt.
Erfreulich verlief auch eine Veranstaltung im Senator-Neumann-Heim. Geplant war diese als gewöhnlicher Gottesdienst, den die Kirchengemeinde Hoisbüttel seit diesem Jahr einmal im Quartal im Senator-Neumann-Heim feiert, diesmal mit Pastor i.R. Cord Denker, der den Gottesdienst regelhaft auf Plattdeutsch gestaltet. Dann gab es überdies aber die Anfrage zu einer Taufe, die zudem draußen stattfinden sollte. So wurde es eine ganz besondere Veranstaltung.
Ganz andere Dimensionen hatte dann die Sommertour von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal. Es war ein gigantischer Abschluss Sommertour: Zum Finale machten die beiden NDR Programme, am Sonnabend, dem 15. August, auf dem Volksdorfer Markt Station. 12.000 Besucher kamen und feierten mit Papermoon, Jimmy Somerville und Marquess eine riesige Party. Und auch das Volksdorfer Jugendzentrum Manna durfte sich freuen: Dank der gewonnenen Wette erhielt es ein Beachvolleyballfeld.
Aber auch Nachrichten, die nicht alle erfreuten, kamen im August. So zum Beispiel die Information, dass neue Flüchtlingsunterkünfte im Bargkoppelstieg und im Fiersbarg geplant seien. Angekündigt wurde, dass auf dem Grundstück am Bargkoppelstieg 10-14 bis zu 1.500 Schlafplätze in einem festen Gebäude und in Wohncontainern eingerichtet werden sollen. Die Zahl der Plätze auf dem Grundstück Fiersbarg 8 stand noch nicht fest.
Ende des Monats gab es dann noch eine Veranstaltung, die ein Thema gewidmet war, dass eigentlich sehr viele Volksdorfer betrifft: das Parken im Dorf. Im Rahmen eines öffentlichen Anhörverfahrens hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich zum Thema 'Parken in Volksdorf' zu äußern. Trotz umfangreicher Ankündigung in den lokalen Medien und der vielfachen Plakatierung saßen im großen Saal im Walddörfer Sportforum den rund 20 Politikern des Regionalausschusses und Referenten allerdings lediglich knapp 40 interessierte Bürger gegenüber. Es war an diesem Abend wieder festzustellen, dass sich zwar viele über ein derartiges, lokales Thema aufregen, aber kaum jemand die Möglichkeit wahrnimmt etwas zu unternehmen.

Der SEPTEMBER startete zunächst mit einem kleinen Jubiläum in eigener Sache: Am 03. wurde der 750. Tweet vom Volksdorf Journal bei Twitter veröffentlicht. Seit Ende 2014 gibt es die wichtigsten regionalen Nachrichten und Veranstaltungshinweise auch auf den Seiten des Volksdorf Journal bei Facebook und Twitter, die aufgrund der Nachfragen der Nutzer der sozialen Medien eingerichtet wurden, und seitdem wachsende Zugriffszahlen verzeichnen.
Und dann war es wieder soweit: Am Freitag, dem 04. September, wurde das 37. Volksdorfer Stadtteilfest eröffnet. Mit dabei diesmal neben dem Organisator Manfred Heinz unter anderem Sozialsenator Detlef Scheele und Anke Harnack, die die Zusage zur Moderation dieser Eröffnung gegeben hatte, als sie anlässlich der Sommertour in Volksdorf war. Eigentlich war es ja wie immer: Freitagabend der Laternenumzug, das Feuerwerk und dann viel Musik auf den beiden Bühnen und dann doch, nach heftigen und stark kontrovers geführten Diskussionen, der Parytruck, Sonnabendvormittag die Vereinsmeile, nachmittags Luftballonweitflug, viel Unterhaltung für Große und Kleine, abends dann Musik, Musik, Musik... Sonntagvormittag das Radrennen, am Nachmittag wieder die Ziehung der Hauptgewinne der Tombola und natürlich wieder Bands auf den Bühnen.
Eines allerdings war diesmal anders: der Regen. Er begleitete langanhaltend und oftmals heftig das gesamte Wochenende. Immer wenn man gerade dachte, nun ist es erst einmal wieder vorbei, musste man kurz darauf schon wieder zur nächstgelegenen Unterstellmöglichkeit sprinten - schade!
Der neu erschienene Volksdorfkrimi "Wo ist Ulrike" war dann noch Thema im September und die sinkenden Aufklärungsquoten bei Einbruchsdelikten im Alstertal und den Walddörfern, was aus einer schriftlichen kleinen Anfrage des CDU Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering an den Senat hervorging. „Schuld daran ist die Sparpolitik des Senats bei der Inneren Sicherheit und die damit einhergehende sinkende Polizeipräsenz. Das rächt sich jetzt auch in Form von weiterhin hohen Einbruchszahlen und einer viel zu niedrigen Aufklärungsquote.“ so Dennis Thering.
Unter der Überschrift "GRÜNE favorisieren großen Kreisverkehr am Waldweg" stand dann mal wieder ein altbekanntes Thema in der Schlagzeile. Dazu Clamor von Trotha, Sprecher der GRÜNEN im Regionalausschuss: „Der große einspurige Kreisverkehr hat den Vorteil, dass es keine Abbiegespuren gibt. Diese können zu Radfahrstreifen werden, so dass Auto- und Fahrradfahrer eine übersichtliche Verkehrsführung vorfinden“. „Wir sehen in unserem Vorschlag eine optimale Verkehrslösung unter weitgehendem Baumerhalt: nur noch vier große und sechs kleine Bäume müssten geopfert werden, 16 große und zwei kleine Bäume können erhalten bleiben. Das ist sowohl für die Bäume, das ortstypische Erscheinungsbild als auch den Rad- und den motorisierten Verkehr vorteilhaft“, ergänzte Hans Schröder, Mitglied der GRÜNEN im Regionalausschuss.
80 Luftballons mit einem kleinen Engel stiegen auf, als das Kinderheim Erlenbusch für schwerst mehrfachbehinderte Kinder seinen 80. Geburtstag feierte.
Außerdem fand Ende September noch eine Großveranstaltung statt, die sich aus vielen kleineren zusammensetzte: Vom 25. September bis zum 04. Oktober liefen die 1. Plattdeutschen Kulturtage in Hamburg, die in der zugehörigen Broschüre beworben wurden mit den Worten: "Plattdeutsch auf ganzer Linie: Theater, Vorlesungen, Filmvorführungen, ein Literatur Speed Dating, ein plattdeutscher Gottesdienst, und noch vieles mehr."

Auch der OKTOBER startete mit einer erfreulichen Meldung in eigener Sache: Das Volksdorf Journal konnte im September 2015 wieder 20 % mehr Besuche verzeichnen, als im Vergleichsmonat des Vorjahres, genau 36.004 waren es in diesem Jahr. Insgesamt gab es im Auswertungsmonat fast 3 Millionen (2.918.260) Zugriffe.
Und erfreulich ging es weiter: Die KunstKate in der Eulenkrugstraße strahlte in neuem Glanz und wurde offiziell eingeweiht, nachdem sie viele Monate lang von Grund auf saniert worden war. "Bis hierher war es ein langer, und, im wahrsten Sinne des Wortes, teils steiniger Weg", erinnert sich Bärbel Krämer, die 'gute Seele' und treibende Kraft des Projekts, die zusammen mit ihrem Mann Bernd und vielen Helfern oftmals bis ans Ende ihrer Kraft organisiert, geplant und selbst Hand angelegt hatte.
Beherrschendes Thema im Oktober aber war die Flüchtlingssituation und deren Auswirkung auf den Nordosten von Hamburg. Da ging es zunächst um die geplante Unterkunft am Fiersbarg in Lemsahl-Mellingstedt, wo 950 Menschen untergebracht werden sollen, dann um die Unterkunft an der Rodenbeker Straße in Bergstedt, wo in 14 Modulhäusern zukünftig Platz für 364 Personen geschaffen werden soll. "Die Inanspruchnahme weiterer Flächen ist sehr wahrscheinlich", teilte Thilo Kleibauer (CDU) mit, und verwies auf den Plan, weitere 600 Wohneinheiten im Landschaftsschutzgebiet Hummelsbütteler Feldmark zu errichten. Auch auf dem Gelände des Amalie Sieveking-Krankenhauses sollen zukünftig Flüchtlinge untergebracht werden, insbesondere Schwangere und pflegebedürftige Menschen.
Auch der durch den Regionalausschuss Walddörfer vergebene Umwelt- und Sozialpreis geht in diesem Jahr an Institutionen, die den Flüchtlingen helfen. Anja Quast (SPD), die Vorsitzende des Ausschusses, übergab die Auszeichnung an Vertreter der "Initiative Ohlstedt hilft" und des Vereins "Freundeskreis Asyl&Wohnen am Volksdorfer Grenzweg".
Dann berichteten wir über eine Veranstaltungsreihe, die an jedem Montagabend in der Ohlendorff'schen Villa stattfindet: "Volksdorf offline". Gewählt wurde die Bezeichnung von Wulf Denecke, der die Veranstaltung auch initiiert hat. "Die Teilnehmer erwartet jeden Montag ein interessantes Thema und ein Gespräch mit interessierten Menschen, die über den Tellerrand ihrer Familie, ihrer Nachbarschaft oder ihres Vereins, ihres Freundeskreises oder ihrer Firma hinaus blicken wollen – und zwar off line", so der "Erfinder" des Abends.
Ein aufgeregtes Durcheinander gab es an der Grundschule Ahrensburger Weg in Volksdorf, als ein neues Gebäude dort eingeweiht wurde. Josina Rosenbaum (6) und Emma Rieken (6) sangen für ihr neues Schulhaus. Die beiden Erstklässlerinnen gehören zum Chor ihrer Schule. „Unsere Schule hat jetzt einen Neubau“, schmettert der Chor begleitet vom Schulorchester. Mehr als ein Jahr hatte Schuldirektor Olaf Gatermann auf den dringend benötigten Neubau neben dem bisherigen Gebäude gewartet.

Auch im NOVEMBER stellte der nicht abschwellen wollende Strom von Flüchtlingen und die damit verbundene Suche nach nutzbaren Flächen alle Beteiligten auf eine harte Probe. Aber auch ein anderes Thema nahm einen großen Raum in der Berichterstattung ein: Olympia 2024 in Hamburg. Drei "große" Veranstaltungen, zu denen allerdings jeweils nur knapp 50 Besucher kamen, fanden in Volksdorf statt. Zunächst eine Veranstaltung der SPD im großen Saal des Sportforums des WSV, denn, am gleichen Abend, eine Veranstaltung der LINKEN in der Ohlendorff'schen Villa, und schließlich noch rund zwei Wochen später, eine Veranstaltung vom Bürgerverein im Walddörfer-Gymnasium.
Bereits zum 6. Mal lief dann in Volksdorf die Kulturmeile. Gleich an zwei Wochenenden hatten die Kunst- und Kulturinteressierten die Möglichkeit, das reichhaltige Angebot zu nutzen: Sambaklänge, mehrere Ausstellungen mit Kunst und Kunsthandwerk und mehr, Lesungen und Filme, bis hin zum antiquarischen Büchermarkt - da ist sicherlich für jeden etwas dabei gewesen. Vor allem in "Volksdorfs alten Häusern" fanden die Ausstellungen statt: Im Wagnerhof des Museumsdorfes gab es den "Spiekermarkt". Seit nunmehr 37 Jahren wird dort Anfang November Praktisches und Hübsches angeboten. "Kunsthandwerk in allen Räumen" hieß es in der ehemaligen Ferck'schen Kate an der Ecke Eulenkrugstraße/Holthusenstraße, und in der Volksdorfer Schulkate waren Werke von Kunsthandwerkern aus der Region ausgestellt.
Die Schulkate war auch Thema eines Artikels zu einer Jubiläumsfeier. 25 Jahre steht das Fachwerkhaus nun schon an der Straße Im Alten Dorfe. Hier hat die Kate vor einem viertel Jahrhundert ihren nunmehr wohl endgültigen Standort gefunden, nachdem sie zwei Mal umgezogen war. Im Jahr 1752 wurde die Schulkate auf dem heutigen "Kirchberg" (Rockenhof) errichtet. Im Jahr 1828 war sie baufällig geworden und auf Abbruch verkauft. Viele Jahre stand sie dann in Ohlstedt, bis sie schließlich dort auch wieder abgebaut und an ihrem jetzigen Standort neu errichtet wurde.
Und auch das Volksdorf Journal feierte noch ein kleines Jubiläum. Am 18. November wurde der 1.000. Tweet (die 1.000. Meldung) auf der Seite der Lokalzeitung bei Twitter veröffentlicht. Die gleiche Anzahl von Berichten ist seit dem 10.12.2014 auch auf der Seite bei Facebook publiziert worden.
Im Verlauf der "Volksdorfer Stadtteilkonferenz" wurde dann bekannt, dass erste Überlegungen angestellt wurden, noch im Jahr 2016 an die 1.000 Flüchtlinge auf dem Gelände des ehemaligen Ferck'schen Hofes unterzubringen. Die genaue Zahl war noch nicht bekannt. "Es werden unter 1.000 sein, allerdings nicht wesentlich weniger", so Dr. Andreas Dressel, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft. Ob es sich um eine Erstaufnahme-Einrichtung handelt, oder um eine Folgeunterkunft, war auch noch nicht entschieden.
Dann stand er wieder, der Tannenbaum in der Weißen Rose. 13 Meter war die Nordmanntanne hoch, 40 Jahre im Forst von Günther Fielmann am Großensee gewachsen, und dabei 3 Tonnen schwer geworden. Schon eine Woche vorher wurde er mit großem Aufwand zu uns nach Volksdorf transportiert und hinterher mit schwerem Gerät an seinem angestammten Platz vor der ehemaligen Post in der Weißen Rose aufgerichtet. Später bekam er dann noch 450 Glanzpunkte verpasst. Erstmals in der bereits 13-jährigen Tradition sind es diesmal ausschließlich LED-Lampen. Auch die übrige Weihnachtsbeleuchtung im Ortskern war erneuert worden. Rund 24.000 Euro waren in den letzten Wochen zusammengekommen. Dafür konnten für die festliche Beleuchtung in der Weißen Rose und an den angrenzenden Straßen 150 neue LED-Sterne und 6 straßenüberspannende Motivketten angeschafft werden, die nun die arg in die Jahre gekommene bisherige Adventsbeleuchtung ersetzen.

Der erste Bericht im DEZEMBER befasste sich mit einem festlichen Abend in Volksdorf. Am 30. August 2014 wurde die Ohlendorff'sche Villa frisch renoviert ihrer neuen Bestimmung übergeben. Dem war ein langes und schließlich erfolgreiches Bemühen vorausgegangen, dieses altehrwürdige Gebäude für die Öffentlichkeit zu erhalten. Nun hat sie also bereits über ein Jahr als Kultur- und Begegnungsstätte hinter sich, die 'Villa', wie sie oft einfach genannt wird. So war auch die Zeit gekommen, den Stiftern, die maßgeblich zum Erhalt und zur Ausstattung des Gebäudes beigetragen hatten und es immer noch tun, einen Bericht über den Stand der Dinge zu geben.
Zu diesem Zweck hatte die 'Stiftung Ohlendorff'sche Villa' am vergangenen Sonnabend (28.11.15) abends in die wunderschöne Bibliothek zum 2. Stiftungsfest eingeladen. Rund 30 Personen waren dieser Einladung gefolgt und erlebten einen informativen, unterhaltsamen und mit kulinarischen Genüssen gespickten Abend.
Und auch über eine andere im November immer wiederkehrende Veranstaltung berichteten wir im Dezember, über die 20. Auflage der 'Volksdorfer Stadtteilkonferenz'.
Rund 40 Personen waren der Einladung gefolgt und fanden sich gegen 19:30 Uhr im Forum des Amalie Sieveking-Krankenhauses ein. Es waren die persönlich geladenen Vertreter verschiedener Vereine, Verbände und Institutionen. Von der Polizei (einer der Volksdorfer bürgernahen Beamten), über das Behindertenforum und den Verein De Spieker, bis hin zum Kulturkreis und dem Senator-Neumann-Heim, der Volksdorfer Schulkate und vielen anderen spannte sich der Bogen. Selbstverständlich auch die lokalen Vertreter der Parteien, zum Beispiel der GRÜNEN und der SPD.
Mit am Rednertisch saßen neben dem Gastgeber Andreas Dressel Stefanie Schlösser, die Leiterin des Jugendzentrums 'Manna' (vielen noch bekannt als 'Haus der Jugend'), Klaus Uphoff, der Projektleiter für den barrierefreien Ausbau bei der Hamburger Hochbahn AG, und der Hausherr, Hans-Peter Beuthien, der Geschäftsführer des Amalie Sieveking-Krankenhauses.
Unter der Überschrift "Winter-VOLKSMARKT bei Frühlingstemperaturen" berichtete das Volksdorf Journal über eine Veranstaltung, die weit über die Grenzen von Volksdorf hinaus gleichermaßen bekannt und beliebt ist. Dieser Markt zeichnet sich vor allen Dingen dadurch aus, dass er für private Anbieter gedacht ist. "Profis" dürfen nur in Ausnahmefällen ihre Ware dort anbieten. Und so war am 2. Adventssonntag auch wieder fast ausschließlich "Privates" auf den Tischen der rund 60 Anbieter zu finden. Vielleicht ist dieser besondere Flohmarkt gerade deshalb so beliebt. Hier kann man eben noch "echte Schnäppchen" machen - zumindest, wenn man früh genug da ist.
Große Freude nicht nur in der an der Ecke Eulenkrugstraße / Holthusenstraße gelegenen KunstKate. Endlich ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Endlich kam sie, die neue Fußgängerampel an der Eulenkrugstraße. Nachdem der Regionalausschuss Walddörfer sich erneut für die Schaffung der sicheren Querungsmöglichkeit eingesetzt hatte, hat es schließlich doch noch geklappt, zur Freude aller, die an dieser Stelle über die Eulenkrugstraße müssen.
Waren es nun mehr Lichtquellen oder mehr Besucher? Diese Frage wird wohl kaum einer beantworten können. Auf jeden Fall kamen am Sonnabend und Sonntag (05. und 06.12.) viele Tausend Besucher zum historischen Weihnachtsmarkt in das Museumsdorf Volksdorf, das insbesondere am späteren Nachmittag stimmungsvoll durch tausende Glühlampen, Kerzen und Petroleumlampen erleuchtet wurde. Da strahlten nicht nur die Kinderaugen.
Kurz vor Weihnachten informierte Andreas Dressel (Chef der SPD Fraktion in der Bürgerschaft) noch über die geplante Folgeunterkunft am Buchenkamp. "Die zuständigen Behörden haben die Prüfungen und Planungen hierzu eingeleitet", so Dressel, der weiterhin bekanntgab, dass es zwischenzeitlich einen Ortstermin gegeben hatte, bei dem die grundsätzliche Eignung der Fläche festgestellt wurde. "Es soll eine Begrenzung in der Belegung geben: 950 ist die Obergrenze, inwieweit die Belegung unter diesem Wert liegt, werden die genauen flächenbezogenen Planungen für die Nutzung durch die Behörden zeigen".
Schon einen Tag vor dem 24. Dezember war in diesem Jahr dann noch Bescherung beim Walddörfer Sportverein. Viele große und kleine Vereinsmitglieder hatten sich erwartungsvoll kurz vor 17:00 Uhr im Empfangsbereich des Walddörfer Sportforums eingefunden, um sich ihr Weihnachtsgeschenk abzuholen: Eine nicht zu übersehende orangefarbene Sporttasche. 500 Stück davon hatte die Haspa gestiftet.

 

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