121218-jahresrueckblick

(ms) Und wieder geht ein Jahr zu Ende, in dem sich viel in Volksdorf ereignet hat. Die letzten Wochen des Jahres werden üblicherweise genutzt, einen Blick zurück zu werfen auf das, was sich in den vergangenen knapp 12 Monaten so ereignet hat. Auch das Redaktionsteam vom Volksdorf Journal hat sich zusammengesetzt und sich die großen und kleinen Ereignisse des Jahres 2012 hier bei uns in Volksdorf in Erinnerung gerufen. Wir waren erstaunt, was alles in dieser Zeit passiert ist - Wichtiges und manches, das zunächst wichtig erschien, dann aber auch schnell wieder in Vergessenheit geriet.

Für das Volksdorf Journal war das Jahr 2012 das erste Jahr im „echten" Zeitungslayout und der Umfang hat sich, genau wie die Zahl der Nachrichten, in diesem Jahr vervielfacht. Inzwischen sind es jetzt ständig 8 Seiten und eine oder mehrere Sonderseiten pro Woche. 700 bis 750 Nachrichten erscheinen derweil pro Monat, und wenn man alle Artikel nur einer Woche ausdrucken würde, käme man auf 60 bis 80 Seiten im DIN A4-Format. Die Zahl der Seitenabrufe, die sich im Laufe des Jahres etwa verdoppelt hat, wird am Jahresende rund 400.000 erreicht haben. Schön, dass Sie sich für unsere aktuelle Berichterstattung interessiert haben.

Themen zu finden war im Regelfall nicht schwierig, da sich in und um unser schönes Volksdorf herum im Jahr 2012 wieder eine Menge getan hat. Die Gesamtübersichten zu den Ereignissen der jeweiligen Monate dieses Jahres erscheinen ab dem 20. Dezember. Vorweg soll aber eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten stehen.

Im Januar war zunächst zu erfahren, dass Volksdorf zu den „ländlichen Gebieten" gehört, zumindest in den Augen der Post. In diesen Bereichen wurde nämlich 2011/12 die Postzustellung per Fahrrad auf die sog. „Verbundzustellung" per Kleintransporter umgestellt. In Volksdorf war es in den meisten Zustellbezirken Anfang des Jahres soweit - nicht gerade zur Freude der bisherigen Briefträger. Und schon im Januar brachte Dr. Klaus Fischer (FDP) erneut ein Thema in den Fokus, das uns das ganze Jahr über immer wieder zu Berichten veranlasste: Die Entwicklung bei der Ohlendorff'schen Villa.

Neben der Villa entwickelte sich auch ein zweites Thema zum „Dauerbrenner" bei der Berichterstattung 2012: die Einbahnstraße am U-Bahnhof Volksdorf. Es gab mehrfach neue Ansätze, aber bis heute immer noch keinen Fortschritt. Für viele Volksdorfer, vor allen Dingen für die jungen, war es im Februar aber erst einmal spannender, dass man „trockenen Fußes" über die Gewässer kam, die allesamt von einem dicken Eispanzer bedeckt waren.

Im März konnten sich alle Interessierten im Anschluss an die Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer zur Einbahnstraße am U-Bahnhof Volksdorf äußern. Diese Gelegenheit lockte immerhin 70 der rund 20.000 Einwohner in den großen Saal des WSV. Da wurden der Frühlingsjahrmarkt und der deshalb im Ortskern stattfindende Markt am Sonnabend schon wesentlich besser frequentiert.

Auch der erste verkaufsoffene Sonntag, der am 1. April bei Schneeregen stattfand, zog viele Volksdorfer in den Ort. Ein Grund dafür war sicherlich, dass man den Einkauf in den von 13 bis 18 Uhr geöffneten Geschäften verbinden konnte mit einem Besuch des 13. Volksdorfer Bauernmarktes im Museumsdorf. Zwei Wochen später fand der erste Volksmarkt des Jahres auf dem Marktplatz statt. Tausende kamen wieder zu uns nach Volksdorf um zu stöbern, zu feilschen und zu kaufen. Und auch das Schulfest im WdG Ende April lockte bei tollem Wetter sehr viele Besucher. Zum Abschluss des Monats fand sich wieder eine große Zahl von Volksdorfern im Museumsdorf zum Aufstellen des Mailbaums ein.

Im Mai schloss ein Geschäft, in dem schon mehrere Generationen der Volksdorfer Bewohner ihre Blumen gekauft hatten: Tönjes. Ein schwerer Verkehrsunfall an der Farmsener Landstraße erschütterte. Eine 14-jährige Fahrradfahrerin geriet unter einen 12 Tonnen schweren LKW, überlebte aber zum Glück immerhin schwerverletzt. Am 6. Crosslauf der Grundschulen im Klöpperpark nahmen rund 950 Schüler teil und die FRANK-Gruppe stellte erstmalig ihr Konzept für die Sanierung der Ohlendorff'schen Villa vor.

Im Juni gab es bei uns in Volksdorf gleich zwei große Veranstaltungen, die viele Hundert Besucher anlockten: die Musiknacht und die Kulturtage. Für ihre Idee der Musiknacht hatte Felizitas Thunecke und Matthias Krieger auch im zweiten Jahr wieder viele Volksdorfer Geschäftsleute gewinnen können, so dass es ein reichhaltiges Programm gab. Die von Siegfried Stockhecke organisierten „Volksdorfer Kulturtage zur Nachhaltigkeit" gab es schon zum 9. Mal. Zum 6. Mal hingegen fand in der Ohlendorff'schen Villa das „Volksdorfer Kulturfest" statt. Und noch eine Veranstaltung zog sehr viele Besucher in ihren Bann: die „Johannishöge" im Museumsdorf. Daneben gab es im Juni, dem Hauptmonat für Außenaktivitäten, diverse Flohmärkte und eine Radtourenfahrt vom RGH.

Im Sommermonat Juli zieht es ja viele an ferne Orte. Deshalb war es hier bei uns wieder recht ruhig. Allerdings gab es eine traurige Nachricht zu vermelden, denn der vielen Volksdorfern bekannte Hans-Erich Schult verstarb am 03. Juli. Ein anderer Mitbürger, der auch weit über die Grenzen von Volksdorf hinaus bekannt ist, feierte seinen 90. Geburtstag: der Heimatforscher Heinz Waldschläger.

Für die Volksdorfer Pfadfinder stand im August ein freudiges Ereignis an, denn die Bauarbeiten zur Erweiterung ihres Clubheims im Wulfsdorfer Weg begannen. Die „Hamburg Freezers" nutzten die warme Jahreszeit und legten eine Trainingseinheit im Kletterwald Hamburg in Meiendorf statt auf dem Eis ein. Schließlich brachte die FDP-Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus den Antrag ein, einen 20-Minuten-Takt für den Volksdorfer Ringbus (Linie 375) einzuführen. Wie wir heute wissen, lehnt das der HVV ab.

Im September ist für die meisten Bewohner von Volksdorf der Sommerurlaub beendet, der zumindest hier im Norden oft ins Wasser gefallen war. Und nun beginnen auch wieder die Veranstaltungen. Am ersten Wochenende des Monats natürlich wieder – wie nunmehr schon seit 33 Jahren – das Volksdorfer Stadtteilfest. Und erneut spielte auch Petrus mit, so dass mehrere Zehntausend Besucher aus ganz Hamburg und dem Umland Freitag, Sonnabend und Sonntag nach Volksdorf strömten und die tolle Stimmung auf diesem besonderen Fest genossen. Die in der Gruppe „Kunstspuren" zusammengefassten Volksdorfer Künstler trafen sich in Vorbereitung der am 08. und 09. des Monats stattfindenden Tage der „Offenen Ateliers und Werkstätten" zur Vernissage der Ausstellung „Vielschichtigkeit" in den Räumen der Haspa.

Dr. Klaus Fischer (FDP) sprach im September erstmals das Thema „Wildschweine in Volksdorf" an und wurde von vielen noch belächelt. Inzwischen haben sich das Auftreten des Schwarzwildes und die damit verbundenen Schäden bei uns erheblich gehäuft, so dass viele ebenso denken wie der Vorsitzende der FDP-Bezirksfraktion Wandsbek. Ende des Monats trauerten die Politiker gemeinsam mit vielen anderen um Sabine Bick, die sich unter anderem als Sprecherin der GRÜNEN im Regionalausschuss Walddörfer einen Namen machte, sich aber auch sonst stark im Raum Walddörfer und im Bezirk Wandsbek engagierte.

(Nicht nur) im Oktober erhitzten gleich mehrere Straßenzüge die Gemüter in Volksdorf. Die Berichterstattung im Volksdorf Journal wurde dominiert von der Diskussion, insbesondere vor dem Regionalausschuss, zur Verkehrssituation in den Straßen Gussau, Mellenbergweg und Schemmannstraße. Anwohner der genannten Straßen beklagen sich seit langer Zeit schon über das hohe Verkehrsaufkommen und die überhöhte Geschwindigkeit, mit der dort gefahren wird. Trotz vieler Denkansätze ist allerdings, von kleineren Maßnahmen zum Beispiel in der Gussau, noch keine Lösung der Probleme in Sicht. Auch hielten die Meldungen von den am Höltigbaum gefundenen Leichenteilen Volksdorf in Atem. Da war die Nachricht, dass das Volksdorf Journal im September insgesamt 51.306 Seitenabrufe verzeichnete, eher nebensächlich. Bluesinteressierte fanden sich am 6. Oktober beim von Volker Bredow organisierten 4. Volksdorfer Bluesfestival im FLAVA-Club ein. Am 20. des Monats konnten alle wieder bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen den Markt im Ortskern erleben, was auch von Tausenden genutzt wurde. Dann kam noch das Aus für den von SPD und GRÜNEN gefundenen Kompromiss „Gemeinschaftsstraße" für die Einbahnstraße am U-Bahnhof Volksdorf. Somit war hier erst einmal alles wieder offen – nur die Straße nicht, zumindest nicht in beide Richtungen. Über weitere Themen aus der Sicht der Politiker informierten schließlich noch Vertreter der CDU, die unter dem Motto „Was bewegt Sie in Volksdorf" in die Räucherkate geladen hatten.

Im November gaben zunächst einmal wieder die Wildschweine den Volksdorfern zu Denken. Anfang des Monats wurde bekannt, dass eine Rotte des Schwarzwildes in der Siedlung Rittmeisterkoppel ihr Unwesen auf den dortigen Rasenflächen getrieben hatte. Dann stand die von Dietrich Raeck organisierte Kulturmeile auf dem Programm. Vom 2. – 4. November präsentierten rund 60 Künstler und Kunsthandwerker ihre Werke an verschiedenen Stellen in Volksdorf. Viele, vor allen junge Volksdorfer trafen sich beim Laternenumzug mit der SPD am Buchenkampbahnhof. Die Teilnehmer erlebten einen trockenen, angenehmen Abend. Nicht so diejenigen, die zum Hubertustag im Museumsdorf Volksdorf gekommen waren, denn an diesem Tage war es kalt und nass. Am gleichen Sonntag nutzten zahlreiche Volksdorfer das Angebot vom Kulturkreis Walddörfer, sich unter fachkundiger Leitung von Gerhard Hirschfeld ein letztes Mal vor der Renovierung die rund 15 Zimmer der Ohlendorff'schen Villa anzusehen. Strahlende Kinderaugen gab es, als am 29. das erste Mal die 555 Birnen am riesigen Tannenbaum in der Weißen Rose erstrahlten.

Anfang Dezember öffnete zunächst einmal „Emmis Krämerladen" im Museumsdorf Volksdorf. Ein Gemischtwarenladen wie vor 100 Jahren, der zukünftig immer Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 14 - 17 Uhr geöffnet sein wird. Ein tolles neues Angebot in Volksdorf. Das kann man leider nicht bezogen auf die Ringbuslinie sagen, denn erneut wurde es vom HVV abgelehnt, einen kürzeren Zeittakt einzuführen. Auch ein anderer dringender Wunsch der Volksdorfer wird wohl nicht so schnell umgesetzt werden - die Umgestaltung der gefährlichen Verkehrssituation in der Halenreie zwischen Kattjahren und Waldweg. Ein erneuter schwerer Verkehrsunfall dort führt hoffentlich zu einer Beschleunigung des bereits eingeleiteten Verfahrens. Schließlich gab es auch noch wieder den Volksmarkt im Dezember - nur etwas für kälteresistente Flohmarktbesucher.

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