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Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger vermeiden Müll und nutzen die Wertstofftonnen, Recyclinghöfe und Depotcontainer der Stadtreinigung Hamburg (SRH) immer intensiver. Das Pro-Kopf-Aufkommen von Restabfall aus Hamburger Privathaushalten ist 2016 durch Abfallvermeidung und Mülltrennung um rund 10 Kilogramm pro Jahr auf 244,75 kg/EW/a gesunken. Trotz deutlich gestiegener Bevölkerungszahl1) sammelte die SRH 2016 in den schwarzen Restmülltonnen nur 455.400 t Abfall. Das entspricht fast unverändert dem niedrigen Niveau von 2015 (454.900 t). Gleichzeitig stieg die Gesamtrecyclingquote der von der SRH im Jahr 2016 erfassten und behandelten Abfälle auf 58 Prozent (2015: 55 Prozent).

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, bezeichnet in seinem Vorwort die umweltgerechte Abfallentsorgung als grundlegende Dienstleistung der Daseinsvorsorge: „Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist von entscheidender Bedeutung für die Lebenschancen künftiger Generationen. Mit der Weiterentwicklung ihres Ressourcenmanagements unter vermehrtem Einsatz innovativer Technologie für die nachhaltige Verwertung von Abfällen liefert die Stadtreinigung Hamburg seit Jahren einen maßgeblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung und damit zum Klimaschutz.“

Für SRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau ist das Berichtsjahr ein Jahr entscheidender Weichenstellungen: „Dort, wo einmal die Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor stand, laufen die Planungen für das Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE). In den nächsten fünf Jahren soll hier ein hochmoderner Anlagenpark zur stofflichen und energetischen Verwertung von Abfall entstehen. Mit klimafreundlicher Fernwärme aus dem ZRE und der Müllverwertungsanlage Borsigstraße (MVB) liefern wir einen unverzichtbaren Beitrag zur Hamburger Energiewende und schaffen gleichzeitig langfristige Entsorgungssicherheit für Hamburg.“

Wirtschaftliche Entwicklung: SRH solide und zukunftsorientiert aufgestellt

Die Umsatzerlöse der SRH in 2016 in Höhe von 346,4 Mio. € lagen vor allem wegen höherer Erträge aus den Hausmüllgebühren und einer marktbedingten Erlössteigerung beim Verkauf von Altpapier über dem Vorjahr (332,2 Mio. €). Die SRH hat mit 9,9 Mio. € einen deutlich höheren Jahresüberschuss realisiert als geplant. Hauptgrund für diese auf 2016 beschränkte Ergebnisverbesserung ist eine ungeplante Aufwandsverminderung von 18,3 Mio. € aufgrund einer Gesetzesänderung zur Ermittlung des Zinssatzes für Pensionsrückstellungen.

Die Erträge aus Behältergebühren für Rest- und Biomüll (2015: 129,7 Mio. €) stiegen im Rahmen der wachsenden Einwohnerzahlen um 2,3 Mio. € auf 132,0 Mio. €.

Die SRH hat mit dem Einsatz zusätzlicher Mittel ihre Recycling-Offensive auch 2016 erfolgreich fortgesetzt und intensiviert. Grundeigentümern, die seit Einführung der Anschluss- und Benutzungspflicht an die Bioabfall- und Altpapiersammlung auf die zahlreichen Aufforderungen der SRH zur Aufstellung von Wertstofftonnen nicht oder nicht ausreichend reagierten, wurden über die geplante Aufstellung der Wertstofftonnen ohne weitere Anfragen durch die SRH informiert.

Die Bioabfallmenge stieg gegenüber Vorjahr (62.000 t) um 3.800 t auf 65.800 t. Zum 31.12.2016 waren 92 Prozent aller anschlussfähigen Hamburger Privathaushalte an die blaue Papiertonne angeschlossen. Bei der grünen Biotonne erreichte diese Anschlussquote 83 Prozent.

Das gesamte von der SRH gesammelte und behandelte Abfallaufkommen betrug einschließlich der Gewerbeabfälle 1.136.200 t und lag damit um 14.100 t höher als im Vorjahr (1.122.100 t). Dieser Anstieg resultiert ausschließlich aus der Behandlung von Gewerbeabfällen.

Ressourcen- und Abfallwirtschaft: Service für mehr Recycling

2016 hat die Stadtreinigung Hamburg (SRH) in Hamburg rund 572.300 grüne, blaue, gelbe und schwarze Abfall- und Wertstofftonnen aufgestellt (2015: 556.600 Gefäße). Damit gibt es deutlich mehr grüne, blaue und gelbe Wertstoff- als schwarze Restmülltonnen. Pro Woche leeren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 442.700-mal Mülltonnen mit einem Fassungsvermögen zwischen 60 und 1.100 Liter. Hinzu kommen inzwischen mehr als 500 platzsparende unterirdische Großbehälter (Unterflur-Behälter) mit einem Fassungsvermögen von bis zu fünf Kubikmetern, die von der Wohnungswirtschaft immer stärker nachgefragt werden.

Knapp 900 Mitarbeiter der Müllabfuhr, darunter inzwischen auch neun Frauen, sammelten mit 200 Fahrzeugen 455.430 t Restmüll (2015: 454.900 t) und 65.800 t Bioabfall (2014: 62.000 t) aus Hamburger Privathaushalten. Die SRH-Tochtergesellschaft WERT GmbH erfasste im Auftrag der SRH über die blaue Papiertonne 60.600 t Altpapier (2015: 58.600 t) und 5.900 t Plastik und Metall (sog. stoffgleiche Nichverpackungen) in den gelben Hamburger Wertstofftonnen und -säcken (2015: 5.800 t). Zusammen mit Verpackungsabfällen wurden in den gelben Tonnen und Säcken 36.360 t Verwertungsabfall gesammelt (2015: 35.274 t)

Mit der Mülltrennung und der anschließenden stofflichen Verwertung von Altpapier, Bioabfall, Kunststoffen und Metallen ersparten die SRH und die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs der Umwelt 2016 rund 242.500 t Kohlenstoffdioxid (CO2). Das SRH-eigene Biogas- und Kompostwerk Bützberg erzeugte 2016 aus 55.000 t Bio- und Grünabfall rund 19.000 t Qualitätskompost und speiste Biogas mit einem Energiegehalt von 12.600 MWh direkt in das Gasnetz ein. Bei der energetischen Verwertung der von der SRH erfassten Abfälle wurden 2016 in den Müllverwertungsanlagen der SRH 1,61 Mio. MWh Energie in Form von Strom oder Fernwärme erzeugt und in die Energienetze eingespeist. Durch die energetische Verwertung von Abfällen sparte die SRH in 2015 so insgesamt 465.900 t Kohlenstoffdioxid (CO2) ein und versorgte rund 141.000 Haushalte mit umwelt- und klimafreundlicher Fernwärme.

Flächenreinigung, Winterdienst und öffentliche Toiletten: Unser Einsatz für eine saubere Stadt

Im Jahr 2016 reinigten die 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Reinigungsdienstes der SRH wöchentlich im Durchschnitt 4.555 Kilometer Fahrbahn und 5.384 Kilometer Gehwege. 9.128 rote SRH-Papierkörbe wurden 31.100-mal pro Woche geleert. Bei 1.340 Einsätzen sorgte der Verkehrssicherungsdienst (VKS) der SRH rund um die Uhr für eine schnelle Beseitigung von verkehrsbehindernden Unfallspuren.
Im Jahr 2016 beauftragte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg die SRH mit der Übernahme von 125 öffentlichen Toiletten zum 1.1.2017. Dank guter Vorbereitung und innovativer Technik konnte die Stadtreinigung Hamburg dieses neue Tätigkeitsfeld zur Zufriedenheit der Hamburgerinnen und Hamburger mit einem erheblichen Zugewinn an Sauberkeit und Service-Qualität erfolgreich übernehmen.

In der Wintersaison 2016/2017 war der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg in 1.161 Einzeleinsätzen besonders gefordert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter streuten rund 5.000 Tonnen Salz und Kies, um die Fahrbahnen, Fußgängerüberwege, Bushaltestellen, ausgewählte Radwege und anliegerfreie Gehwege zu sichern. Auf den Fahrbahnen der wichtigen Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr fuhr die SRH neun stadtweite Räum- und Streueinsätze.

Nachhaltigkeitsbericht: Umfassende und geprüfte Berichterstattung

Seit 2007 veröffentlicht die SRH regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte und gehört da-mit zu den Pionieren der für große Unternehmen ab 2017 EU-weit verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung. Jetzt veröffentlicht die Stadtreinigung Hamburg (SRH) bereits zum zweiten Mal einen Konzernbericht mit integriertem Nachhaltigkeits-bericht. Dieser Bericht ist nach den international anerkannten G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) gemäß der Berichtsoption „comprehensive“ erstellt, was höchste Berichtstiefe und -qualität bedeutet. Mit dieser umfassenden und geprüften Darstellung hat die Stadtreinigung Hamburg ein Berichtsniveau erreicht, das selbst bei international agierenden DAX-30-Unternehmen noch nicht die Regel ist.

Der Konzern- und Nachhaltigkeitsbericht 2016 kann auf der Homepage www.stadtreinigung.hamburg heruntergeladen werden (Bericht und Zahlen+Fakten). Gedruckte Exemplare schicken wir gern auf Nachfrage zu.


1) Statistikamt Nord, 20.4.2017, Auswertung Melderegister 31.12.2016: 1 860 759 EW (31.12.2015: 1.787408 EW)

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"Jasmin ist sehr dünn geworden." "Ja, wenn sie am See sitzt, füttern sie schon die Enten."

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